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Weitere Informationen für einen Urlaub in Irland

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Die Republik Irland ist von Mitteleuropa aus schon fast ein Nahziel, zumindest wenn man das Flugzeug nutzt. Dann liegen die Flugzeiten bei rund zwei Stunden, allerdings kommt dabei noch die Anreise zum Flughafen dazu und das kann unter Umständen lang sein. Man traut es der kleinen Insel gar nicht zu, aber der Hauptflughafen der Republik nimmt einen der vorderen Plätze Europas ein, was auch ein Zeichen für die Beliebtheit der Insel beim Tourismus ist.

Die Republik Irland umfassend zu erkunden ist eine lohnende Sache. Wie das geschieht wird von den Ansprüchen der Reisenden abhängen. Pauschalreisen und Rundreisen werden in großer Auswahl angeboten, doch die besten Möglichkeiten hat man sicher bei der individuellen Entdeckung Irlands. Wir finden, mit einem Mietwagen bekommt man das am besten hin und Autofahren ist in Irland schon etwas ungewohnt aber durchaus machbar.

Die Republik Irland ist Mitglied der EU und im Gegensatz zu Nordirland gilt hier auch der Euro als Währung. Für Reisende aus den anderen Ländern der Eurozone sind das natürlich ideale Voraussetzungen. Trotzdem gibt es bei einer Reise in die Republik Irland einiges zu beachten, denn Unterschiede und teilweise andere Regeln sind immer noch ausreichend vorhanden.

Anreise nach Irland

Irland hat das gleiche Problem – sofern es überhaupt eines ist – die Inseln generell haben, die Anreise ist meist nur mit dem Flugzeug sinnvoll. Besonders im Zeitalter der Billigflieger nimmt diese Form des Reisen sowieso zu, auch wenn viele der Billigflieger bei den Preisen „aufgerüstet“ haben oder versuchen mit Zusatzgebühren ihren Gewinn aufzustocken.

Generell ist es trotzdem möglich, auch auf anderen Wegen auf die Insel zu gelangen. Ob das besonders sinnvoll ist, sei aber dahin gestellt. In jedem Fall wird man dann eine Fähre nutzen müssen, selbst wenn man die Eisenbahn oder einen Reisebus nimmt. Mit dem Zug dauert solch eine Fahrt dann fast einen ganzen Tag, mehrmaliges Umsteigen inbegriffen. Je nach dem Ort des Reisebeginns kann es jedoch auch noch länger werden. Die Mitnahme von Fahrrädern ist seit einiger Zeit in vielen Zügen möglich, die ganze Sache ist aber umständlich und kann zusätzliche Gebühren kosten. Da in Irland an zahlreichen Stellen Räder ausgeliehen werden können, muss schon ein ernsthafter Grund für das Mitnehmen des eigenen Rades bestehen. Außerdem ist die Eisenbahn oft um einiges teuer ist als ein Standardflug, es sei denn, man hat eines der Sondertickets erwischt.

Die Fahrt in Reisebussen ist zwar oft günstiger als der Zug, die Fahrzeiten ziehen sich jedoch endlos hin. Wenn man Glück hat, ist man nach rund 20 Stunden am Ziel. Das setzt aber voraus, dass man in der Nähe einer Abfahrtsstelle wohnt, ansonsten verlängert sich die Reisezeit noch. Mit dem eigenen Auto kann man zumindest seine Fahrzeiten festlegen und eventuelle Abstecher unternehmen. Doch die Reisezeit bleibt extrem lang und die Fähre muss trotzdem genutzt werden. Da ist wirklich zu überlegen, ob ein Mietwagen nicht doch viel besser ist.

So läuft es in den allermeisten Fällen letztendlich auf das Flugzeug hinaus. Von Deutschland aus gehen zahlreiche Flüge auf die Insel, in vielen Fällen als Direktflug. Es gibt aber auch Umsteigeflüge, meist über London. Besonders die Billigflieger nutzen solch weniger günstigen Verbindungen. Zudem können hier noch zusätzliche Kosten oder Einschränkungen beim Gepäck u.a. entstehen, so dass man schon genauer hinschauen sollte. Auf jeden Fall ist der Flug mit seinen relativ kurzen Flugzeiten auf die Insel fast immer die erste Wahl. Vorrangig wird dabei Dublin angeflogen, einige Verbindungen gehen auch nach Shannon. Die anderen Flughäfen der Republik Irland sind Regionalflughäfen, die nur innerhalb des Landes genutzt werden.

Der Flughafen von Dublin

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Die meisten Reisenden in die Republik Irland kommen am Dubliner Flughafen an, dem Flughafen der Hauptstadt. Er liegt ziemlich verkehrsgünstig nur rund 10 Kilometer nördlich der Stadt. Der Airport kann auf eine relativ lange Geschichte zurück blicken, immerhin wurde er schon 1940 erbaut. Mit den ganz großen Flughäfen der Weltstädte kann er natürlich nicht mithalten, doch die jährlichen Passagierzahlen bewegen sich im zweistelligen Millionenbereich, was zum Teil auch auf den wachsenden Tourismus zurück zu führen ist. Mit dem Rang 15 in Europa hat er sich an die Spitze der Flughäfen des Kontinents geschoben. Dieser Entwicklung wurde mit dem Bau eines zweiten Terminals Rechnung getragen. Viele internationale Linien fliegen den Airport an, eine der bekanntesten ist dabei Ryanair, die hier ihre Heimatbasis hat.

Eine Zugverbindung oder gar U-Bahn nach Dublin gibt es nicht, doch mehrere Buslinien verbinden den Flughafen mit der Hauptstadt. Je nach Linie und Verkehrszeit muss man mit ca. 30 Minuten bis zu einer Stunde Fahrzeit rechnen. Der Expressbus „Aircoach“ fährt nicht nur in das Zentrum Dublins sondern auch in mehrere andere Städte, z. B. Cork und Limerick.

Selbstverständlich haben sich am Flughafen auch verschiedene Autovermieter angesiedelt, so dass man den Mietwagen gleich am Flughafen in Empfang nehmen kann. Wobei das nicht ganz korrekt ist, denn die Firmen sitzen nicht direkt im Flughafengebäude, es gibt Shuttles zu ihnen. Wie auf internationalen Airports üblich, sind in den Terminals auch zahlreiche Geschäfte und Restaurants zu finden. So kann eine Wartezeit überbrückt oder in einem der Duty-Free-Läden gestöbert werden.

Individuelles Reisen in Irland

Individuelles Reisen in Irland ist auf sehr unterschiedliche Weise möglich, doch für die allermeisten Touristen wird dafür wohl ein Mietwagen infrage kommen. Damit hat man die besten Aussichten zahlreiche der wunderbaren Sehenswürdigkeiten der Insel kennen zu lernen, auch etwas abgelegene. Einige Besonderheiten des Straßenverkehrs gilt es dabei zu beachten, doch insgesamt kommt man sicher klar. Wir hatten es jedenfalls keinen Moment bereut, unsere Tour mit dem Auto zu unternehmen.

Die Bedingungen für das Mieten eines Autos sind in der Republik Irland in einigen Punkten rigoroser als in manch anderem Land. Das beginnt mit dem Mindestalter des Fahrers und Personen über 70 Jahre werden bei vielen Vermietern ausgeschlossen. Der zweite Fahrer muss auf jeden Fall eingetragen sein und kostet richtig Geld. Einfacher ist es mit dem Führerschein, da gilt der nationale. Überhaupt ist das Autofahren in der Republik ziemlich teuer, sowohl die Mietwagenpreise als auch die Benzinkosten sind hoch. Beachten sollte man auch auf jeden Fall die Bedingungen des Vertrages, manchmal sind da einige Fallstricke enthalten. Am sinnvollsten ist sicher, das Auto bei einem der großen Verleiher vor Antritt der Reise zu buchen.

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In den irischen Städten sind wir sehr ungern gefahren, das Verkehrschaos ist dort hoch, besonders in der Rush Hour – das ist aber nicht nur eine Spezialität Irlands. Parkplätze sind hier ebenso knapp wie teuer. Über Land ist das Autofahren in Irland unserer Ansicht nach jedoch ganz angenehm, vorausgesetzt, man beachtet die wichtigen Punkte und Unterschiede im Straßenverkehr. Da ist erst einmal der ungewohnte Linksverkehr, doch an den hatten wir uns ziemlich schnell gewöhnt.

Es gibt im Land einige wenige Autobahnen, auf denen eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erlaubt ist. Auf den Nationalstraßen gilt die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Erstaunt hatte uns, was dabei alles als Nationalstraße gilt. Das können sehr gut ausgebaute Abschnitte sein, aber ebenso Teilstücke, die eher einer engen und kurvenreichen Nebenstraße gleichen. Die Iren stört das wenig, sie „brettern“ überall mit mindestens 100 durch die Kurven, und das an Stellen, an denen die Außenspiegel zweier PKW nur durch wenige Millimeter Luft getrennt sind. Hat man sich nach dem ersten Schock an diese Fahrweise gewöhnt, reagiert man gelassen darauf. Trotzdem hatten wir doch lieber unsere Fahrweise beibehalten. Einige Teilstücke der Autobahnen und Nationalstraßen sind gebührenpflichtig. Die Maut wird direkt kassiert, wahlweise durch Einwurf des passendes Geldes oder durch Bezahlen an einem Schalter.

Außerhalb der Ortschaften gelten auf den restlichen Straßen 80 km/h als höchste Geschwindigkeit, auch wenn die Straßen noch so schmal und verwinkelt sind. Die Iren fahren auch da ohne Rücksicht auf Verluste, Vorsicht ist also angebracht. In den Ortschaften gilt 50 km/h. Als Alkohol-Höchstgrenze ist 0,5 Promille angezeigt. Bei der Vorliebe der Iren für ihr Guiness ist es erstaunlich, dass diese Grenze wahrscheinlich meistens eingehalten wird. Allerdings sind die Strafen für das Nichtbeachten der Verkehrsregeln ziemlich hart – nicht nur in Bezug auf Alkohol.

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Sehr schnell wird bei Falschparkern auch die Radkralle eingesetzt, so ist es wichtig, die entsprechenden Parkmarkierungen zu kennen. Sind am Straßenrand zwei durchgehende gelbe Linien vorhanden bedeutet das absolutes Halteverbot, bei einer durchgehenden Linie gilt Parkverbot an Werktagen. Ist die Linie durchbrochen, gilt das Parkverbot zu bestimmten Zeiten.

Möchte man beim Autofahren kein Harakiri betreiben, sollte man lieber nicht mit den möglichen Höchstgeschwindigkeiten planen. Wir hatten immer etwas mehr Zeit eingerechnet, denn Irlands Straßen sind zwar meist in gutem Zustand, doch teilweise so eng und kurvenreich, dass die erlaubte Geschwindigkeit selten erreicht wird. Fasziniert waren wir immer von den Busfahrern, die ein unglaubliches Geschick beweisen. So zirkelten sie ihr Gefährt an einigen Küstenstraßen millimetergenau am Gegenverkehr vorbei, wobei schon zwei Blatt Papier kaum noch zwischen die Fahrzeuge gepasst hätten. Die „Breite“ vieler Nebenstraßen erlaubt nur das Passieren eines Autos, kommt eines entgegen, muss man auf eine Ausweichstelle hoffen. Nebenstraßen sind oft auch von dichten und hohen Hecken gesäumt, so dass man wie in einem Tunnel fährt.

Das klingt alles sehr problematisch, doch wenn man die entsprechende Vorsicht und vorausschauende Fahrweise einhält, lassen sich auch diese Hürden nehmen. Wir würden in Irland jedenfalls wieder einen Mietwagen nehmen. Ein Navi ist aber sehr sinnvoll, denn gerade in den westlichen Küstengebieten sind die Verkehrs- und Hinweisschilder oft nur in Gälisch beschriftet, für uns also so etwas wie „Böhmische Dörfer“.

Weitere Tipps zum Urlaub in Irland

Die Mitgliedschaft der Republik Irland in der EU, in der Euro-Währungszone und beim Schengener Abkommen lassen das Reisen ins und im Land für Deutsche und Österreicher einfach werden. Doch eine gute Vorbereitung ist trotzdem angebracht, denn es gibt weiterhin zahlreiche nationale Eigenheiten. Abgesehen davon ist es natürlich sowieso immer sinnvoll, sich vor dem Reiseantritt genau zu informieren, besonders wenn man individuell reist.

Im Gegensatz zu vielen tropischen Reisezielen sind die Gesundheitsvorkehrungen bei einer Reise auf die Insel eher gering. Besondere Impfungen – außer den allgemein üblichen, wie z.B. Tetanus – werden nicht verlangt und die Europäische Krankenversicherungskarte gilt im Land. Trotzdem ist eine zusätzliche Reisekrankenversicherung immer empfehlenswert, denn gegen einen relativ geringen Betrag werden damit auch die möglichen Zusatzkosten abgedeckt.

Irland hat ein wettermäßig sehr wechselhaftes Klima, deshalb sollte auch im Hochsommer Regenbekleidung und ein Pullover im Gepäck nicht fehlen. Am idealsten ist immer noch das bewährte Prinzip des „Zwiebellook“, also mehrere Lagen Kleidung, die je nach Bedarf an- oder ausgezogen werden können. Dazu sollten natürlich auch die Schuhe passen. Im oft recht nassen Irland haben sich auf Wanderungen Sandalen oder gar Flip-Flops wenig bewährt, viel sinnvoller sind da gute Wanderschuhe – auch wenn der Wetterbericht heiße Temperaturen vorhersagt.

Im Gegensatz zu Nordirland gilt in der Republik seit 1993 das metrische System. Für Mitteleuropäer entfällt also das lästige Umrechnen in Meilen oder Pfund. Nur für ihr geliebtes Guiness haben die Iren an der Maßeinheit Pint festgehalten. Spätestens nach dem dritten Pint ist das aber auch Deutschen egal, zumal die Abweichung zum halben Liter nicht sehr groß ist.

Für die regelwütigen Deutschen sind die Öffnungszeiten der Geschäfte jedoch oft ein großes Rätsel. Da wird mal eher geschlossen, mal später und auf dem Land ist auch mal an einem halben Tag geschlossen. Etwas an südliche Länder erinnerte uns die irische Post. Sie ist zwar sehr zuverlässig, aber auch langsam. Es kann also durchaus sein, dass man noch vor der Urlaubskarte zurück ist.

Sinnvoll ist die Mitnahme eines Adapters für Elektroanschlüsse. In Irland beträgt die elektrische Spannung wie in Deutschland 220 Volt, der Anschluss ist jedoch der angelsächsische dreipolige Stecker. Zwar gibt es den auch in Irland zu kaufen und in einigen Unterkünften wird er auch ausgeliehen, aber was man hat, das hat man. Die Glühbirnen haben auch eine andere Fassung, aber wer schleppt als Tourist schon Glühbirnen mit sich herum? Wir jedenfalls nicht...

In Bezug auf die Uhrzeit gibt es nicht übermäßig viel zu beachten. Irland hat sich ebenfalls der mitteleuropäischen Umstellung zwischen Sommerzeit und Winterzeit angeschlossen. Da im Land die Greenwich Mean Time gilt, braucht man sich nur zu merken, dass die Uhren im gesamten Jahr um eine Stunde zurück zu stellen sind.

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