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Hotel Riu Grand Palace Maspalomas Oasis

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Während der Osterferien 2008 haben wir 11 Tage auf Gran Canaria verbracht und im Riu-Hotel Grand Palace Maspalomas Oasis gewohnt. Im folgenden beschreiben wir unsere persönlichen Eindrücke und Erfahrungen, die wir während unseres Aufenthaltes in diesem Hotel gemacht haben.

Lage des Hotels und Umgebung

Als wir uns für den Urlaub auf Gran Canaria entschieden hatten und wir nach einer passenden Unterkunft suchten, war uns recht schnell klar, dass wir in unmittelbarer Nähe zu den Dünen von Maspalomas wohnen wollten. Der über 8 km lange feine Sandstrand zieht schon seit über 30 Jahren die Urlauber in den Süden Gran Canarias. Hier um den Leuchtturm von Maspalomas gehört Strandwandern zu den beliebtesten sportlichen Betätigungen, und der scheinbar endlose Blick in weiche, goldbelbe Dünenlandschaften vor einem strahlend blauen Himmel löst alleine schon intensive Urlaubsgefühle aus.

Die Dünen von Maspalomas erstrecken sich auf über 8 km bis nach Playa del Ingles. Das Hotel Riu Grand Palace Maspalomas Oasis von außen

Der feinkörnige Sand entsteht durch die Meeresbrandung, die den kleingeriebenen Korallen- und Muschelkalk immer wieder aufs Neue anspült. Seit 1987 stehen die Dünen unter Naturschutz. Ebenso imposant ist die riesige Oase von Maspalomas, in der das Hotel Riu Grand Palace Maspalomas Oasis liegt. Vor ca. 40 Jahren, also ungefähr im Jahre 1970, war das Hotel an dieser Stelle priveligiert zu bauen. Unter der Voraussetzung, dass die natürlich gewachsene Oase an dieser Stelle nicht zu sehr leiden sollte und weiterhin gut gepflegt werden würde, entstand ein für damalige Zeiten architektonisches Vorzeigehotel.

Die Gartenanlage erstreckt sich über eine riesige Fläche von rund 65.000 Quadratmetern. Über 2000 Palmen wachsen in dieser einzigartigen Oase. Inmitten schön gepflegter Hibiskusblüten und hochgewachsener Palmen hat man direkten Zugang zum Strand von Maspalomas; Will man zum Strand, kann man seine Schuhe geschützt in der Hotelanlage stehen lassen und durch die gesicherte Tür direkt gegenüber zum Strand laufen. Näher kann man zum Traumstrand von Maspalomas nicht wohnen!

Der erste Eindruck

Das Hotel wirkt bereits äußerlich schon sehr schlicht und wenig einladend im Vergleich zu den aufwendig gestalteten moderneren Anlagen in der Nachbarschaft; Auch wenn wir nicht gerade Fan kitschiger Fassaden sind, so war diese sehr schlichte braune Steinfassade schon sehr gewöhnungsbedürftig. Wer insgesamt das Motto: 'Das Auge isst mit' vertritt, der wird es im Hotel Riu Grand Palace Maspalomas Oasis schwer haben. Der wirkliche Vorteil dieses Hotels ist die unmittelbare Lage zum Strand und der schön gewachsene Gartenbereich. Leider kann man den nicht mit ins Innere des Hotels nehmen.

Schlichte Lobby ohne Chic Der schon ziemlich zerfranste Teppichboden der Treppe zur dritten Etage erinnerte eher an eine billige Absteige.

Der freundliche Empfang mit einem Glas Sekt und Orangensaft konnte leider über die unmoderne Gestaltung des Lobbybereichs nicht hinwegtrösten. Die Rattanmoebel deren Bezugsmuster mich teilweise an die 80er Jahre erinnerte, vermittelte mir das Gefühl in einem Hotel ohne besonderen Stil einzuchecken. Von einer 5 Sterne-Atmosphäre war nichts zu spüren. Dieser Eindruck erhärtete sich auch immer mehr bei unserem weiteren Weg ins Zimmer.

Die Rahmen der Zimmertüren waren teilweise verkratzt, der Teppichboden im Flur war zerfranst. Wir fragten uns tatsächlich, ob wir wohl im richtigen Hotel waren. Das, was wir sahen erinnerte uns eher an eine billige 3-Sterne-Absteige. Dieses Umfeld wollte so gar nicht zu dem freundlichen Personal an der Rezeption oder zu dem 'leicht erhaben wirkenden' Kofferträger passen. Das Personal benahm sich wie in einem 5-Sterne-Hotel, nur das Hotel sah nicht dementsprechend danach aus. Es erinnerte an den Glanz längst vergangener Zeiten.

Hotelzimmer

Normalerweise bin ich es bei 5 Sternen gewöhnt, dass ich auch in einem normalen Standardzimmer genügend Platz habe, um mich ein wenig frei im Zimmer bewegen zu können. Hier war alles jedoch etwas beengt. An den rechten Teil des großen Kleiderschranks kam ich nicht so recht heran, weil sich die Tür wegen des Schlafzimmerschränkchens davor nicht komplett öffnen ließ. Auch zwischen Bett und Sideboard sind wir kaum zu zweit gleichzeitig mühelos vorbeigekommen, obwohl dies der hauptsächliche Gang zwischen Eingangstür und Balkon war.

Das Mobiliar im Zimmer machte einen stark abgenutzten Eindruck.

Immer wieder kam mir das Wort 'veraltet' in den Sinn. Das Holzmobiliar war deutlich verkratzt und zeigte gravierende Verschleißerscheinungen. So gingen die Schubladen zum Beispiel teilweise nur mit größerem Kraftaufwand auf und zu, wenn sie sich mal wieder an einer Stelle verhakten. Der Fernseher war noch von der alten Generation, was wir sicherlich verziehen hätten, wenn es genügend deutsche Programme gegeben hätte. Leider streikte der Empfang bei den wichtigsten, sodass wir immhin noch N24, Eurosport, RTL und SAT.1 sehen konnten. Ebenfalls unmodern war die Tatsache, dass ich mit meinem Laptop immerwieder in den Lobbybereich oder in die erste Etage musste, um dort den kostenlosen W-Lan-Empfang zu nutzen. Im Zimmer selbst gab es keine Gelegenheit ins Internet zu kommen.

Der Platz im Zimmer war etwas beengt.

Dennoch entpuppte sich die Möglichkeit des WLANs als angenehme Variante, denn so konnte man kostenlos seine e-mails abrufen und nach Neuigkeiten im Internet stöbern. Wer keinen Laptop mit in den Urlaub nimmt, kann gegen Gebühr von 6 Euro pro Stunde in einer kleinen Surf-Ecke ins Internet gehen. Internet zum Hammerpreis, aber immerhin möglich.

Auch die Betten ließen stark zu wünschen übrig, denn wir hatten kein richtiges Doppelbett sondern zwei Einzelbetten, die zu einem Doppelbett zusammengestellt waren. Aber die Ritze in der Mitte schmerzte beim Draufliegen und die Bettdecke bestand aus einer Wolldecke, die zwischen zwei Laken eingewickelt war. Ein kleiner Stoß und aus der Ritze wurde eine tiefe Schlucht, so dass man die Betten wieder aneinander schieben musste. Die kleine Schokolade, die jedesmal abends vom Zimmerservice aufs Bett gelegt wurde, machte das Ganze nicht angenehmer.

Im Badezimmer hatten wir wenig Ablagefläche zur Verfügung.

Ein wirklicher Pluspunkt war der Safe im Kleiderschrank, der groß genug war, dass ich den Laptop sowie eine Spiegelreflexkamera zusammen mit mehreren größeren Objektiven unterbringen konnte. Dieser Service wurde einmalig mit 25 Euro berechnet.

Zwar hatten wir im Badezimmer zwei Waschbecken zur Verfügung, aber auch dort war der Platz etwas eng. An den zwei vorhandenen Haken hingen schon Bademäntel, zu denen es leider keine Hausschuhe gab. Mit dem fest installierten Föhn konnte man zwar seine Haare trocknen, aber nachdem einer fertig war wurde der Föhn für den nächsten schon sehr heiß in der Hand, da die Einrichtung aus einem verlängerten Rohr bestand. Das Bidet ist sicher gut gemeint, aber wenn man keinen Platz hat, diese Einrichtung auch bequem zu nutzen, macht das ganze keinen Sinn. Die Glaswand, die nämlich Bidet und Toilette vom üblichen Badbereich trennen sollte war einfach zu eng gesetzt.

Der Blick aufs Meer war gleichzeitig mit dem Blick in den Garten verbunden. Leider bekam man auch den Geruch und den Lärm der Restaurantbuden gleich dahinter mit.

Die Tür schien auch schon seit längerem keine Modernisierung mehr erfahren zu haben, weil die Scharniere leichte dunkle Spuren aufwiesen, die mich an Rost erinnerten. Entsprechend kleine Dellen in der Emaille der Badewanne machten das Gesamtbild nur stimmiger und überraschte keineswegs mehr. Das ist schon mehr als schade.

Vom Zimmer aus hatten wir einen schönen Blick auf die hintere Palmenoase und über die Stransmeile von Maspalomas hinweg hinaus aufs Meer. Morgens und tagsüber war dieser Blick schön zu genießen. Abends aber roch es nach Essen, da direkt hinter dem Hotelgarten die Restaurantmeile von Maspalomas ist. Und unterschiedliche Sänger/Gruppen in den einzelnen Restaurants hörten wir bis spät in die Nacht hinein.

Beim Schreiben dieses Berichts fällt mir auf, dass die negativen Aspekte deutlich überwiegen. Das Empfinden im Nachhinein und vor Ort war kein Ärger, sondern tiefe Enttäuschung. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Wir haben sicher kein Design-Hotel erwartet, aber auch kein veraltetes Mobiliar. Auch hätten wir uns gewünscht, dass die Dinge des alltäglichen Gebrauchs reibungslos funktieren. In Relation zu dem, was wir erwartet hatten oder zu dem, was wir von einem 5-Sterne-Ambiente bisher kannten, mussten wir in diesem Hotel deutliche Abstriche in Kauf nehmen. Das deckte sich auch mit den Eindrücken einiger anderer Urlauber, mit denen wir ins Gespräch kamen.

Poollandschaft

In der gesamten Hotelanlage befindet sich ein einziger größerer Pool, der direkt an das Restaurant 'Foresta' angeschlossen ist, in dem auch das Frühstück serviert wurde. Neben diesem Pool gibt es noch ein weiteres Kinderplanschbecken in der Gartenanlage und eine Jacuzzi im Gartenbereich, der sich zur Strandseite erstreckt. Wer auf schön angelegte Poollandschaften Wert legt, der wird in dieser Hinsicht in diesem Hotel enttäuscht werden. Der Pool reicht jedoch allemal, um sich mit ein paar Runden Schwimmen fit zu halten, etwas kühlende Abwechslung zur Sonne zu haben oder um den Kleinen das Schwimmen in ungezwungener Urlaubsatmosphäre beizubringen.

Die hochgewachsenen Palmen bieten für die etwas unmoderne Poollandschaft eine beeindruckende Kulisse.

Entsprechend zum Alter des Hotels war die Poolanlage auch nicht die allermodernste. Zwar war sie groß genug, um sportlich ambitionierten Gästen ein paar Schwimm-Runden zu ermöglichen, aber so richtig Spass schienen eher vor allem die Kleinen zu haben, die in einem 0,5 Meter tiefen Bereich erste Schwimmversuche in sicherer Umgebung versuchen konnten. Von diesem abgetrennten Bereich konnte man auch bei tieferen Temperaturen fühlen, dass der Pool mit wärmerem Wasser beheizt wurde.

Der Pool machte einen recht gepflegten Eindruck.

Etwas stutzig waren wir allerdings darüber, dass zu manchen Tagen schon vor dem Frühstück fast alle Liegen belegt zu sein schienen. Erst im Laufe einiger Tage bemerkten wir, dass einer der Bademeister sich wohl gerne ein kleines Trinkgeld dazuverdienen wollte und die Liegen reservierte. Fragten die Leute nämlich schon fast fassungslos nach, wo man sich denn noch hinlegen könne, gab er dann mit fast gönnerhafte Geste die Liegen entsprechend eigener Vorlieben frei. Die Worte: 'Die Leute, die hier reserviert hatten, kommen heute nicht mehr' hörten wir im Laufe unseres Aufenthaltes öfter von diesem Bademeister. Erstaunlicherweise waren die Liegen auch nur dann Mangelware, wenn er im Einsatz war.

An Ostern war es jedoch tagsüber tatsächlich so, dass um den Pool herum keine einzige Liege mehr zu bekommen war. Hier musste man dann in die Gartenlandschaft ausweichen oder musste an den Strand gehen. Das fanden wir schon sehr schade. Gäbe es um den Pool insgesamt mehr Liegen, dann wären die Gäste auch nicht genötigt, so ein Reservierungsspielchen mitmachen zu müssen.

Für ein 5 Sterne-Hotel machten die Liegen mit den dazugehörigen Tischchen und Sonnenschirmen einen eher billigen und überholten Eindruck.

Leider waren die Liegen auch nicht so bequem. Zum einen musste man sich erst mal daran gewöhnen, dass man zum Verstellen der Rückenlehne die Armlehnen nicht wie gewohnt nach oben, sondern nach unten drücken musste. Das hatte zur Folge, dass wir oft genug leicht genervt aufstanden und die Lehne von hinten neu justierten. Lag man dann endlich auf dem Bauch, war in der Liege immernoch ein kleiner Knick zu spüren. Auch die Sonnenschirme waren in ihrer alt-beigen Farbe und den teilweise leicht ausgefransten Bezügen kein wirklicher Stimmungsmacher. Hier würden frische Farben, neue Stoffbezüge und neue funktionsfähige und vor allem bequemere Liegen einem sicherlich den Poolaufenthalt verschönern.

Eine kleine Verschönerung wurde manchmal mit Life-Musik versucht oder zu Ostern mit einer Modenschau für den im Hotel befindlichen Bademodenshop. Das bot tatsächlich ein wenig Abwechslung. Auch der Service der Poolbar war sehr gut. Getränke, Eis oder kleine Snacks wurden zügig serviert und schmeckten auch.

Wer seinen Platz nicht am Pool sondern im hinteren Palmengarten einnimmt, findet abslute Ruhe, da man dort zwei Liegestühle jeweils mit gut 10 m Abstand zum Nachbarn aufstellen konnte. Also ideale Verhältnisse, um in Ruhe ein Buch zu lesen oder einfach um zu schlafen. Dort gab es noch ein kleines Jacuzzi-Becken, dessen Wasser uns jedoch zu kalt war.

In der riesigen Hotelanlage sind die Unterschiede zwischen Ruhe und Trubel sehr groß. Wer sich an den Pool legt befindet sich mitten im Getümmel der Leute. Ich habe noch nie eine so volle Poollandschaft in einem 5-Sterne-Hotel gesehen. Wer sich dagegen einen Platz im Palmengarten nimmt, der hat absolute Ruhe und traumhafte Blicke auf wunderschöne Palmen und sonstige Gewächse.

Einen Nachteil möchte ich abschließend noch erwähnen: Wer vom Pool an den Strand möchte, muss zuerst durch das Hotel durch, in den hinteren Palmengarten und von dort aus direkt an den Strand. Die Strandnähe ist zwar einerseits bequem, andererseits hat man jedoch nicht den Komfort, dass man zwischen Pool und Strand einfach mal schnell wechseln kann.

Essen und Trinken

Frühstück: Wirklich schön war, dass wir uns zum Frühstück aussuchen konnten, ob wir drin oder draußen auf der Terrasse sitzen wollten. Wir konnten uns immer wieder einen neuen Platz suchen und wurden mit einer großen Kanne Kaffee mit Milch begrüßt. Das Buffet war international ausgerichtet und bot eine breite Auswahl.

In diesem Restaurant wurden Frühstück und Mittagessen serviert, und man konnte auf der Terrasse sitzen.

Es gab mehrere Sorten Brot, Brötchen und Toast. Die Wurst- und Käseauswahl war eher spanisch ausgerichtet, dafür waren die Obstangebote sehr reichhaltig und frisch: Aufgeschnittene Melonen, Ananas, Trauben und Kiwi oder zum Selberportionieren auch Banananen, Orangen, Pflaumen etc. Auch die frisch zubereiteten Säfte waren ein Highlight. Jeden Morgen gab es eine Auswahl an Melonen-, Bananen-, Orangen-, Himbeer-, Papaya- oder gemischtem Saft. Die Säfte hätte ich dort nicht missen wollen.

Das Show Cooking beschränkte sich unter der Woche auf allerlei Eierspeisen und frisch gemachte Pfannkuchen. Einmal in der Woche gab es die Möglichkeit sich frische Omelettes zubereiten zu lassen. Da diese sehr gut waren, war der Run auch entsprechend groß darauf. Eigentlich bin ich bei 5 Sternen auch hier davon ausgegangen, dass ich jeden Tag ein frisches Omelette zubereiten lassen könnte. Leider war dem nicht so.

In diesem Terrassenrestaurant konnte man mittags noch auf ein Sandwich ausweichen.

Mittagessen: Wir nutzten nur dreimal die Gelegenheit im Hotel mittags zu essen. Wir waren da aber sehr angenehm überrascht. Das überaus ansprechende Buffet nutzten wir zwar nicht, dafür das Mittagessen, das vor Ort frisch zubereitet wurde: Paella und frische Meeresfrüchte zu wirklich günstigen Preisen. Es schmeckte sehr gut!

Wahlweise zum Mittagsbuffet und dem Tagesgericht konnte man noch in einer weiteren Bar ein eher englisch angehauchtes Mittagessen einnehmen. Wer es puristisch mag und Sandwich mit Chips liebt, der konnte in diesem Terrassenrestaurant vielleicht glücklich werden. Leider vermissten wir hier weitere Angebote.

Da wir abends immer auswärts zum Essen gingen, können wir nur spekulieren, wie das Essen im Hotel war. Da wir auch hier mit einigen Gästen ins Gespräch kamen, die vom Essen sehr begeistert waren und auch wir vom Mittagessen durchaus positive Rückschlüsse aufs Abendessen ziehen dürften, wäre das sicherlich ein herausragender Pluspunkt gewesen. Das einzige was uns beim Hotelangebot abschreckte waren die beiden festgelegten Essenszeiten, jeweils um 18:30 Uhr und um 20:30 Uhr. Die erste Schicht war uns zu früh, die zweite zu spät. Sicherlich ist ein solcher Schichtbetrieb eine gute Gelegenheit, das Buffet wieder frisch und ansprechend aufzufüllen. Uns ist aber eine flexible Essenszeit lieber, denn nicht jeder Tag ist gleich wenn man im Urlaub ist.

Hotelpersonal und Service

Beim Hotelpersonal gab es nichts zu meckern; Ganz im Gegenteil: Der Service war alleine schon deshalb gut, weil viel Personal in Aktion war und sich auch während des Essens sehr bemühte zu beobachten, was gerade benötigt wurde. Egal ob Teller weggeräumt werden sollten, oder fragende Blicke im Raum standen, wir erfuhren einen sehr zugewandten Umgang vom Personal aus. Also großes Lob ans Hotelpersonal, das hat sich seine 5 Sterne verdient!

Sport und Unterhaltung

Wir hatten uns neben Sonnenbaden und der Besichtigung der Insel auch auf ein wenig Bewegung innerhalb des Hotels gefreut. Vielleicht ein bisschen Radl fahren oder mal zwischendurch aufs Laufband. Wir sind da keine Fitnesscracs, aber das, was wir als Fitnessstudio vorfanden, schreckte uns eher ab; Ein kleiner offener Bereich direkt neben dem Pool mit gerade mal etwa 10 Geräten. Es braucht mit Sicherheit keine ausgedehnte Fitnesslandschaft, damit unser Herz höher schlägt, und dieser Bereich war sicherlich zweckmäßig, aber auch irgendwie lieblos und wenig einladend.

Blick in die eine Hälfte des Fittnesbereichs

Insgesamt bot das Hotel mehrere Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Die Tennisplätze, die Tischtennisplatten oder auch die Gelegenheit zum Golfüben haben wir nicht genutzt. Auch die Spa-Anwendungen haben wir nicht genutzt.

Die beste Möglichkeit sich zu bewegen bietet jedoch der Strand von Maspalomas: Hier kann man so richtig schön Strand wandern. Die Wanderung am Sandstrand zu den Dünen dauert ungefähr eine halbe Stunde, und in ca. einer bis eineinhalb Stunden ist man am Playa Ingles. Eine solche Strandwanderung gehört zum Pflichtprogramm im Süden Gran Canarias.

Die Palmen-Oase in der Hotelanlage

Das ist sicherlich ein Punkt, der nicht jedes Hotel aufweisen kann. Wer auf modernes Ambiente und eine ausgehnte Polllandschaft verzichten kann und sich an einer natürlich gewachsenen üppigen Umgebung erfreuen kann UND das in seiner Prioritätenliste ganz weit oben stehen hat, der wird hier sehr ins Staunen geraten. Die Palmen machten einen wirklich gigantischen Eindruck und man fühlt sich fast wirklich wie in einer Oase.

Saftige Wiesen und schattenspendende Palmen boten einen angenehmen Kontrast zum eng besiedelten Pool. An manchen Stellen wirkt die Oase wie ein gut gepflegter Urwald.

65.000 m² misst der Hotelgarten, über 2000 Palmen wachsen in dieser faszinierenden Anlage. An so manch anderem Ort bezahlt man extra Eintritt, um so eine Palmenoase zu besichtigen. Ja, es hat Freude bereitet, im Palmenpark spazieren zu gehen, die Gewächse zu bestaunen oder einigen Gärtnern beim Hinaufklettern auf die Palmen zuzuschauen.

Die Gartenanlage machte einen sehr gepflegten Eindruck, gerade auch nachdem wir life den Vorher- Nachhereffekt mitbekommen hatten, wie intensiv grün einige Palmen wirkten, nachdem sie von ihren alten grauen vertrockneten Palmwedeln befreit worden waren. Wer seine Ruhe nicht am Pool suchte, sondern sich in den Schatten der Palmen legen wollte, der fand einige Liegen in diesem Gartenbereich vor.

Das Publikum im Hotel

Das Hotel lebt hauptsächlich von treuen Stammgästen. Laut Hotel-Direktion sind zwei Drittel aller Besucher des Hotels Stammgäste, die immer wieder kommen; Nirgendwo sonst sind mir so viele Familien mit drei Generationen aufgefallen, die gleichzeitig in einem Sterne-Hotel Urlaub machen. Großeltern, Eltern und Kinder belagerten teilweise in Achtergruppen die Liegen um den Pool. Entsprechend laut war das Treiben tagsüber um den Pool, wenn die Kinder nicht gerade in den Kids-Club gehen konnten.

Ganz anders wirkte die Atmosphäre abends im Restaurant. Hier tummelten sich auf einmal fast nur noch Anzugträger und überstylte Damen, die den Grad ihres Chicks scheinbar mit der Anzahl ihrer Pailletten in Relation zu setzen meinten. Hätten wir nicht die gleichen Personen morgens noch zerknautscht beim Frühstück gesehen, hätten wir die Verwandlung kaum glauben können. Mit einigen 'Nicht-Stammgästen' sind wir beim Frühstück ins Gespräch gekommen, die sich über diese 'Freak-Show', wie sie es nannten, sehr amüsierten.

Zusätzlicher Service im Hotel

Das Hotel bietet seinen Gästen zahlreiche weitere Service-Dienste an wie zum Beispiel einen Hotelarzt mit eigenem Sprechzimmer. Dieser ist 3 mal in der Woche morgens da und man kann ohne große Wartezeit hingehen. Bezahlt wird bar oder über die Zimmerrechnung; gesprochen wird deutsch, englisch oder spanisch.Der Weg zur Apotheke ist auch nicht weit, da sie in unmittelbarer Nachbarschaft erreichbar ist.

Weitere Services sind verschiedene Läden und Boutiquen. Zwar nutzten wir weder den Friseur noch die Gelegenheit in den einzelnen Boutiquen einzukaufen, aber das ist sicher eine bequeme Sache für Leute, die das lieben. Neben einem Juwelier haben wir gleich drei weitere Sport- und Bademodenboutiquen gesehen und auch vor dem Hotel noch weitere chique Läden.

Ein weiterer Service-Punkt ist die behindertengerechte Einrichtung. Sowohl Pool als auch Treppen waren mit einem entsprechenden Lift ausgestattet.

Fazit

Das Hotel Riu Maspalomas Oasis ist ein Traditionshotel, und das sollte man sich vor seinem Urlaub bewusst machen. Wer Wert auf eine moderne Zimmereinrichtung und eine architektonisch anspruchsvolle Pool-Landschaft legt, ist hier falsch untergebracht. Dieses Hotel besticht durch sehr guten Service, durch sehr gutes Essen, Strandnähe und durch eine einzigartige Palmenlandschaft. Die Zimmer, die Hoteleinrichtung und der Pool sind jedoch architektonisch nicht mehr zeitgemäß.

Deshalb war für uns der Gesamteindruck eher enttäuschend; ein richtiges 5-Sterne-Feeling kam hier nicht auf.

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