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Allgemeine Informationen über Gran Canaria

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Auf Gran Canaria machen jährlich Millionen von Menschen Urlaub. Da man auf Gran Canaria das ganze Jahr über Bade-Urlaub machen kann, und die Strände gerade in den Haupturlaubsregionen um Maspalomas und Playa del Inglés sehr groß sind, verteilen sich diese Massen auch sehr gut, so dass man selbst im Sommer nicht unbedingt mit seinem Nachbarn Handtuch an Handtuch liegen muss. Denkt man jetzt an eine typische Badeinsel, so wie man das zum Beispiel mit Fuerteventura assoziiert, dann liegt man bei Gran Canaria völlig falsch, oder zumindest teilweise falsch. Jede Kanarische Insel ist ein Unikat mit einem eigenen inseltypischen Charakter. Auf Gran Canaria erlebt man eine beeindruckende Mischung.

Karte von Gran Canaria Gran Canaria wird von insgesamt 25 Hauptschluchten durchzogen, die sich von der Inselmitte bis zur Küste hin erstrecken.

Mit Teneriffa verbindet man den Teide sowie den Teide-Nationalpark. Lanzarote ist die Insel der Vulkane und Vulkanlandschaften. Fuerteventura hat große Badestrände und eine riesige Dünenlandschaft. La Palma ist die grüne Insel mit einem riesigen Krater in ihrer Mitte. Und Gran Canaria? Gran Canaria ist die Insel der Schluchten und einer faszinierenden Bergwelt.

In der Mitte Gran Canarias befinden sich fast 2000 Meter hohe Berge; die Bergwelt in der Inselmitte wird daher auch Zentralmassiv bezeichnet. Vom Zentralmassiv aus zweigen 7 Hauptschluchten in alle Richtungen ab, die sich in ca. 25 Einzelschluchten verzweigen. Keine dieser Schluchten ähnelt der anderen. Manche sind eng und steil, manche mit einem weiten Panorama bis zum gegenüberliegenden Hang. Diese Schluchtenwelt ist es auch, die uns bei unserem Urlaub auf Gran Canaria noch lange spektakulär in Erinnerung bleiben wird.

Lage und Größe, Regionen und Landschaften

Man könnte aufgrund des Namens vermuten, dass Gran Canaria die größte Vertreterin der Kanaren ist, doch das täuscht. Die größte kanarische Insel ist Teneriffa, gefolgt von Fuerteventura. Gran Canaria nimmt mit 1560 km² erst den dritten Platz ein. Die fast kreisrunde Insel Gran Canaria ist nur knappe 200 km vom afrikanischen Festland entfernt und liegt in etwa auf der Höhe zur mittleren Sahara. Das ist auch der Grund, weshalb von einer Gesamtküstenlänge von etwa 240 km der hauptsächliche Teil an Sandstränden, der gerade mal insgesamt 32 km ausmacht, häufig im Süden und Osten der Insel zu finden ist. Kiesstrände kommen noch mit etwa 25 km dazu. Der größte Teil der Küste verläuft an Steilküsten und Klippen mit insgesamt über 140 km. Mit 53 km erscheint der weiteste Durchmesser vom Norden bis zum Süden gar nicht so groß, doch das Inselzentrum hat es mit dem zentralen Bergmassiv in sich; Will man vom Norden bequem und zügig in den Süden, nimmt man am besten die Autobahn, die im Osten an der Küste entlang führt.

Kanarische Inseln

Im Mittelpunkt der Insel liegt auch gleichzeitig die höchste Erhebung: Der Pico de las Nieves (Schneespitze) mit 1949 Metern. Von hier oben hat man einen atemberaubenden Blick über die Wolken hinweg zum 'großen Bruder' auf Teneriffa: der Teide. Auf Gran Canaria selbst wird der Pico de las Nieves gleich von mehreren markanten Erhebungen benachbart. In unmittelbarer Naehe befindet sich der Roque Nublo mit 1817 Metern und der Roque Bentayga, der mit seinen 1412 Metern zwar keine solch stolze Höhe aufweisen kann, dafür aber eine umso bedeutsamere kultische Geschichte und eine spektakuläre Umgebung. Alle Erhebungen sind Teil des größeren Zentralmassivs, das sich wie bereits erwähnt, in spektakuläre Schluchten zur Küste hin verzweigt. Hier oben, in der nördlichen Bergwelt Gran Canarias ist auch die Umgebung auf einmal viel grüner und viel pflanzenreicher.

So erlebt man auch erst bei einer Inselumrundung, oder bei einer Fahrt ins Zentralmassiv die verschiedenen Gesichter Gran Canarias. Vom flachen, karg-öden, fast schon wüstenähnlichen Bild der Ost- und Südküste ist im Zentrum, Westen und Norden nicht viel zu spüren. So ist fast der gesamte Westen zum Bespiel ein begrüntes Naturschutzgebiet, das über hohe Klippen schroff ins Wasser abfällt. Auch der Nordosten mit seinen hauptsächlich landwirtschaftlich genutzten Flächen erinnert einen fast schon an die viel grünere Insel La Palma.

Die Entstehung von Gran Canaria

Die Insel Gran Canaria ist aufgrund vulkanischer Tätigkeit vor etwa 16 Mio. Jahren entstanden. Der ursprüngliche Vulkankegel im Inselzentrum stürzte in sich zusammen, weil gleich aus mehreren Vulkanschloten soviel Lava an die Erdoberfläche gespien wurde, dass nur noch Ränder des Kegels übrigblieben. Die heutige Caldera de Tejeda ist das Ergebnis dieses eingestürzten Kraters. Letzte vulkanische Tätigkeiten werden auf etwa 3000 Jahre zuvor datiert.

Die Ebenen an der Küste tauchten erst mit Meeresspiegelsenkungen auf. Diese Bereiche entstanden allesamt unter Wasser; Auch die jedem Gran Canaria Urlauber bekannten Dünen von Maspalomas entstehen immer noch durch das Zusammenspiel von Wellentätigkeit und Wind. Die unter Wasser fein zerriebenen Korallen werden von den Wellen an Land gespült und durch den Wind zu hohen Dünen getürmt.

Geschichte und Besiedlung von Gran Canaria

Eine erste Besiedlung Gran Canarias kann mit Sicherheit in die Jahre 70 v. Chr. datiert werden, auch wenn Vermutungen darüber existieren, dass bereits schon 400 Jahre früher die Altkanarier hier wohnten. Diese ursprünglich steinzeitlich geprägte Lebenswelt kann man auf Gran Canaria in vielen Museen oder Höhlendörfern erkunden. So ist zum Beispiel im Mundo Aborigen, einem großen Freiluftgelände, Alltag und Kult der Steinzeitmenschen anhand von lebensechten Figuren szenisch nachgestellt worden. Beeindruckend sind auch solche Naturschauplätze wie Cuatro Puertas, wo Höhlen und Kultplätze bis heute erhalten geblieben sind. Hier muss man sich teilweise selbst seinen Reim drauf machen, was sich früher an diesem Platz abspielte.

Cuatro Puertas ist eine Kultstätte zwischen Telde und Ingenio im Osten der Insel.

Ausführliche Informationen über Leben und Sterben, also den Totenkult der Altkanarier erfährt man zum Beispiel in der Schlucht von Guayadeque. In dem hier ansässigen Museum, das einer ursprünglichen Höhle nachempfunden wurde, sieht man ganz eindrücklich anhand von Film- und Videoanimationen verschiedene Lebensbereiche der Steinzeitmenschen; Ein Abstecher in dieses Centro de Interpretacion Guayadeque oder auch Museo de Sitio de Guayadeque lohnt sich in jedem Fall, da man hier viele Informationen in unterschiedlichen Sprachen erhält, was wir in anderen Museen teilweise vermisst hatten. Ein weiterer geschichtsträchtiger Platz ist der Roque Bentayga. Höhlen, Kultplätze und die beeindruckende Form des Felsmassivs sprechen für sich. Wer den Roque Bentayga erkundet, befindet sich an einem der markantesten Punkte, den Gran Canarias Ureinwohner besiedelt hatten.

In der Barranco de Guayadeque sind heute noch einige Höhlen bewohnt.

Man kann davon ausgehen, dass diese steinzeitliche Kultur erst im 15. Jh. massiv verändert worden ist. Bereits im 13. Jh. kamen europäische Sklavenjäger auf die Insel. Mehrere Übergriffe, bei denen systematisch Jagd auf Menschen gemacht werden sollte, konnte von den Einheimischen abgewehrt werden. In der Zeit um 1480 begann jedoch mit der Gründung Las Palmas durch Juan Rejón die systematische Eroberung Gran Canarias. Ab 1500 veränderte sich das landschaftliche Bild Gran Cararias. Zuckerrohr wurde zur ersten groß angelegten Monokultur auf der Insel; dafür wurden zahlreiche Wälder gerodet, und die Insel veränderte entscheidend ihr Bild. Doch die hohen Gewinne durch den Export für die Zuckerindustrie halten gerade mal etwa 50 Jahre vor; die brasilianische Konkurrenz war für Gran Canaria einfach zu enorm.

Nicht nur aufgrund dieser Konkurrenzsituation ca. um 1550 erlag der Handel, auch Übergriffe durch Piraten mit Plünderungen und Brandschatzungen setzten Gran Canaria aufs Übelste zu. Gute 100 Jahre später spezialisierte man sich auf den Weinanbau, der jedoch aufgrund der marktfähigeren Inseln Teneriffa und La Palma nur spärlich ins Rollen kommt. Erst mit dem Bananenanbau 1880 hatte man ein Produkt gefunden, das bis heute seine landwirtschaftliche Bedeutung beibehalten konnte. Von diesem Zeitpunkt war es bis im Jahr 1956 nicht mehr lange, als das erste Charterflugzeug auf Gran Canaria landete und den Tourismus einläutete. Auch wenn heute auf Gran Canaria immer noch Landwirtschaft betrieben wird, die hauptsächliche Einnahmequelle der Insel ist natürlich der Tourismus.

Flora und Fauna auf Gran Canaria

Geographisch gesehen liegt Gran Canaria zusammen mit Teneriffa in der Mitte der Kanaren. Diese mittlere Lage macht sich auch für die Pflanzenwelt bemerkbar. Hier gibt es auf der gesamten Insel kein einziges landschaftliches Extrem, das vorherrschen würde, sondern eine Durchmischung der Verhältnisse. Da gibt es den Osten Gran Canarias mit den fast wüstenartigen Bedingungen wie auf Fuerteventura und Lanzarote, oder die saftig grüne fast schon wild wuchernde Pflanzenwelt im Nordosten der Insel wie auf La Palma.

Die Tierwelt auf Gran Canaria ist insgeamt auf den Kanaren und somit auch auf Gran Canaria wenig spektakulär. Selbst auf ausgedehnten Wanderungen kann man froh sein, mal auf ein wildes Kaninchen, Ratten, Mäuse oder Eidechsen zu treffen. Schafe oder Ziegen trifft man ab und an in den höheren Gebirgszügen; Größeres Wild oder giftiges Kleingetier wie Schlangen, Spinnen oder Skorpione braucht man nicht zu fürchten. Vielfältiger wird es erst in der Luft oder im Wasser.

Essen und Trinken

Zwar denkt man beim Essen auf einer Insel sofort an frischen Fisch oder Meeresfrüchte und assoziiert damit erst einmal eine leichte Kost, doch die Gewürze, Soßen und letztlich die Zubereitungsart in Gran Canarias heimischer Küche geht vielmehr in Richtung einer deftigen Hausmannskost. So kann es durchaus sein, dass man sich an kanarische Klassiker erst einmal gewöhnen muss.

Was in jedem Fall zum kanarischen Essen dazu gehört sind Papas Arrugadas, kleine runzelig aussehende Kartoffeln, die in viel Salzwasser gekocht werden und mitsamt der Schale gegessen werden. Wer Kartoffeln mag, wird diese dann erst recht lieben. Zusammen mit dem eigentlichen Wahrzeichen der canarischen Küche, der Mojo-Sauce, werden Papas arrugadas zum himmlischen Leckerbissen. Mojo-Soße gibt es gleich in drei verschiedenen Varianten: Grundlage jeder Mojo sind zuerst einmal jede Menge Knoblauch. Zusammen mit Olivenöl, Essig und Salz entsteht die Basis der einfachen Mojo. Gibt man noch verschiedene Kräuter hinzu entsteht daraus die Mojo Verde. Wer es etwas feuriger mag, der variiert die Mojo mit Paprika und rotem Pfeffer und bereitet damit eine Mojo picón zu. Oft bekommt man im Restaurant Mojo schon zusammen mit Brot im Vorfeld serviert.

Ebenfalls typisch für Gran Canaria ist Gofio, eine Art festerer Brei, der wahlweise aus geröstetem Maismehl, Gerste oder Weizen besteht. Die Zubereitung ist äußerst einfach. Durch das Roesten der Körner spart man sich den Garvorgang, sodass man dann das gemahlene Mehl nicht mehr kochen oder backen braucht. Verrührt mit Wasser, warmer oder kalter Milch hat man in aller Schnelle eine sättigende Beilage. Auch Eintöpfe gehören zum festen Bestandteil der einheimischen Küche, sowie Fisch, natürlich Paella, genauso wie Zicklein oder auch Kaninchen in Soße.

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