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Essen und Trinken, Ausgehen in Danzig

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In Danzig kann man gut essen und trinken – und das zu günstigen Preisen. Dabei ist deutlich zu merken, dass die Region in und um die ehemalige Hansestadt stark auf den internationalen Tourismus setzt, wahrlich nicht zu Unrecht. Vor allem im Gebiet um die touristisch bedeutende Innenstadt sind viele Restaurants praktisch „aus dem Boden geschossen“ und Lokal liegt neben Lokal.

So hat man die Qual der Wahl, denn die Speisekarten sind gewöhnlich umfangreich, versprechen viel Gutes und das auch noch ziemlich preiswert. Es gibt auch in Danzig die internationale Küche, den Italiener, Chinesen oder Türken. Wir finden aber, wenn man schon in einem fremden Land ist, sollte man nicht vergessen, die dortigen Spezialitäten zu probieren. In Danzig gibt es einige, sowohl der polnischen Küche als auch ganz spezieller – wie z.B. das Danziger Goldwasser.

Danziger Ess- und Trinkgewohnheiten

Polen und damit auch Danzig hat sich gastronomiemäßig dem westlichen Europa und der restlichen Welt deutlich angepasst, sicher auch als Entgegenkommen an die zahlreichen internationalen Touristen, die seit Polens Beitritt zur EU verstärkt kommen. So kann man in Danzig die Mittelmeerküche probieren oder in einer Sushibar rohen Fisch essen.

Irgendwie geht dabei jedoch ein Stück Authentizität verloren, schließlich gehört zum Urlaub im Ausland auch die dortige Küche – finden wir jedenfalls. In Danzig findet man diese im Angebot zahlreicher Restaurants, sowohl die traditionelle polnische als auch die kaschubische aus dem Landstrich um die ehemalige Hansestadt.

Traditionell wurde in Kaschubien viel Fisch gegessen, speziell auch Hering in den verschiedensten Varianten. Nun macht sich die Überfischung auch an der polnischen Ostseeküste bemerkbar, Heringe werden auch hier ziemlich rar. Doch gibt es noch Restaurants, in denen die typischen Fischgerichte serviert werden. Karpfen als Süßwasserfisch, gekocht und dann kalt in Gelee eingelegt gegessen, ist eines dieser Gerichte. Heringe aus der Ostsee werden mit den unterschiedlichsten Zutaten und Gewürzen kombiniert, so mit Zwiebeln, Gurken, Öl und saurer Sahne. Beliebt sind Sledzie – marinierte Heringe mit Zwiebeln in Essig und Öl.

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Gefragt sind ebenfalls Rote Bete, die es oft als Suppe gibt. Barszcz ist eine dieser Rote-Bete-Suppen, Chlodnik ist die kalt servierte Variante mit Sauermilch. Insgesamt sind Suppen ziemlich beliebt, vor allem säuerliche. So gibt es noch die saure Roggenmehlsuppe mit Wurst – zurek – und Kapusniak, eine saure Suppe mit gekochtem Wirsing und Fleisch.

Ansonsten ist die polnische Küche nicht gerade auf geringe Kalorienanzahl eingestellt. Von der Mittelmeerkost ist sie doch etwas entfernt. So ist ein beliebtes Gericht die Babka, Hefekuchen mit Rosinen und kandierten Früchten, das Ganze serviert mit Schokokladenglasur oder Zuckerguss. Gekochtes Eisbein ist zwar weniger süß, aber ebenfalls eine „Kalorienbombe“. Zu den Spezialitäten zählen auch Kaszanka – gebratene oder gekochte Blutwurst mit Zwiebeln -, sowie panierte Hackfleisch- oder Schweineschnitzel. Angeboten wird oft auch Bigos – lange gekochter Weißkohl mit Wurst und Fleisch. Piroggen gibt es in unterschiedlicher Art. Die Pierogi sind Teigtaschen, meist mit Fleischfüllung, manchmal auch mit Kohl. Die relative Nähe zur russischen Grenze merkt man an den russischen Piroggen- Pierogi ruskie – die mit Quark und Zwiebeln gefüllt, gekocht und dann mit Zwiebeln und Speckstückchen gebraten werden.

Der Nachtisch darf bei einem zünftigen polnischen Essen natürlich auch nicht fehlen. Beliebt ist dafür Kuchen, z.B. Mohnkuchen – Makowiec - oder Sernik, Quarkkuchen mit Rosinen oder kandierten Früchten. Wer einmal in Danzig war, kommt an einer inzwischen weltberühmten Spezialität nicht vorbei, dem Original Danziger Goldwasser. Das ist ein süßer Kräuterlikör mit Anisgeschmack, dem als Besonderheit echte Goldflocken beigesetzt wurden. Außer dem unzweifelhaft spektakulären Effekt dürfte sich das Gold aber nicht weiter auswirken, weder auf den Geschmack noch auf die Bekömmlichkeit.

Die Danziger Gastronomie

Über einen Mangel an Gaststätten kann sich in der Danziger Innenstadt sicher niemand beklagen. Auch die Vielfalt der Restaurants reicht vom einfachen bis zum Luxusetablissement. Allgemein sind die Preise meist ein wenig günstiger als vergleichbare in Deutschland. Von der Tristesse der Gastronomie im sozialistischen Polen sind die Restaurants im heutigen Danzig weit entfernt. Heute buhlt man intensiv um die Gäste, was aber auch die weniger schöne Seite hat, dass man auf Schritt und Tritt einen Handzettel unter die Nase gehalten bekommt und freundlich eingeladen wird, die jeweilige Gaststätte zu besuchen. Das ist zwar nicht aufdringlich, doch auf Dauer schon ziemlich lästig. Das hatte sich dann so „eingespielt“, dass wir schon die Hand abwehrend hoben, wenn wir einen dieser Zettelverteiler erblickten. Trotzdem, mit unserer gastronomischen Versorgung waren wir während unseres Aufenthaltes vollauf zufrieden, zumal wir keine Gaststätte erlebten, in der es nicht schmeckte.

Danzig Danzig Danzig

Besonders beliebt sind natürlich die Restaurants mit Freisitzen am Ufer der Mottlau. An der Langen Brücke, der Flaniermeile am Fluss, gibt es davon zahlreiche. Doch auch die Gaststätten in den Fußgängerzonen haben ihren Reiz und so manche kleinere in einer Nebenstraße outete sich als „Geheimtipp“. Gewissermaßen ein Überbleibsel aus früheren Zeiten sind die Milchbars. In denen gibt es – anders als der Name vermuten lässt – nicht nur Milchshakes und Eis sondern auch „handfestes“ Essen, und das zu ausgesprochen günstigen Preisen. Diese Milchbars waren in der Volksrepublik gewollt, um die Bevölkerung mit billigem, deftigen aber guten Essen per Selbstbedienung zu versorgen. Heute sind sie immer noch der Renner. Wir wollten die bekannteste in der Fußgängermeile, der Langgasse, einmal ausprobieren. Nachdem wir die Schlange der geschätzt 50 Wartenden auf dem Bürgersteig gesehen hatten, verzichteten wir doch lieber darauf. So können wir nicht sagen, ob der gute Ruf dieser Restaurants einen realen Hintergrund hat.

In den meisten gehobenen Restaurants wird platziert, doch man kann problemlos seine Wünsche äußern. Die Rechnung wird allgemein für den Tisch ausgestellt, die Gäste sollten sich dann untereinander über die Aufteilung einig werden. Selbstverständlich betrifft das aber nicht völlig Fremde, die nur zufällig mit am Tisch sitzen. Die Rechnung wird diskret in einer Mappe übergeben. Üblich ist ein Trinkgeld von etwa 10 bis 15%, das sollte man auch geben, denn die Gehälter der Kellner sind alles andere als üppig.

Mit dem Original Danziger Goldwasser werben einige Gaststätten, die es auch in ihrem Namen führen. So gibt es an der Langen Brücke am Ufer der Mottlau das „Goldwasser“, ein Terrassenrestaurant und kleines Hotel. Erfunden wurde dieser berühmte Likör jedoch nicht in einem dieser Etablissements, sondern in der Danziger ulica Szeroka Nr. 52 – 54. In diesem prächtigen und reich verzierten Haus befindet sich heute das luxuriöse Restaurant „Zum Lachs“.

Gut und günstig bekommt man süße Bäckerprodukte aber auch herzhafte Sachen in einer der zahlreichen Cafés und Bäckerein mit Sitzmöglichkeiten. Wir hatten uns öfter dort verpflegt, für wenige Euros kamen wir in den Genuss einer vollwertigen Mahlzeit. Wenn man nicht unbedingt Wert auf ein regelmäßiges Drei-Gänge-Menü legt ist das eine gute Alternative zur Schonung der Urlaubskasse. Die Polen sind begeisterte Teetrinker, doch inzwischen gibt es auch die unterschiedlichsten Arten von Kaffee – vom Filterkaffee über Espresso bis zum Cappuccino.

Viele Touristen fahren auch zum Gaststättenbesuch in die benachbarten Städte Gdynia und Sopot. Mit der überaus günstigen Zugverbindung ist das kein Problem und in kurzer Zeit machbar. So kann man in Bezug auf Restaurants neue Eindrücke gewinnen, zumal besonders in Sopot der Ostseestrand besnders schön ist und der Restaurantbesuch mit einem Badetrip oder einem Strandspaziergang verbunden werden kann.

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