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Montevideo - Die Hauptstadt am Silberfluss

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Die Hauptstadt ist mit Abstand die größte Stadt Uruguays. Sie beherbergt fast die Hälfte der Bevölkerung des gesamten Landes. Und obwohl sie in Vergleich zu anderen Hauptstädten mit ihren knapp 1,4 Mio. Einwohnern klein ist, findet sich hier mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und einem umfangreichen Kultur- und Freizeitangebot, alles, was man von einer Hauptstadt erwartet.

Die Altstadt von Montevideo

Den Spaziergang durch die Altstadt kann man am Platz der Unabhängigkeit, "Plaza de la Independencia" mit seinem Reiterdenkmal und des darunterliegenden Mausoleum des Volkshelden José Artigas (Artigas, 1764-1850, war ein uruguayischer Freiheitskämpfer und wird als "Vater der Unabhängigkeit" bezeichnet) beginnen; Es lohnt sich, von hier aus einen Blick auf den Palacio Salvo zu werfen. Er wurde von dem italienischen Architekten Mario Palanti entworfen und 1925 fertig gestellt. Mit seinen 95 Metern und 27 Stockwerken war er lange Zeit das höchste Gebäude Südamerikas. Palanti entwarf auch sein fast identische "Zwillingsgebäude", den Palacio Barolo, der in Buenos Aires zu finden ist.

Der Palacio Salvo Reiterdenkmal am Plaza de la independencia

Geht man durch die Puerta de la Ciudadela (der ehemalige Eingang zur Festung, die sich hier befunden hat) und umrundet links den Plaza de la Independencia, kommt man zur Fußgängerzone Sarandí. Folgt man dieser Straße mit seinen Geschäften und Cafés, kommt man nach wenigen Metern zum Plaza de la Constitución. Dieser ist auch unter dem Namen Plaza Matriz bekannt. Je nachdem findet man auf den Stadtplänen den einen oder anderen Namen, es ist also keiner richtiger als der andere. Er ist der antike Hauptplatz der Altstadt. Hier befindet sich die Kathedrale. Sie wurde 1804 eingeweiht und war das erste öffentliche Gebäude der Stadt. Das Innere ist sehr beeindruckend, es beherbergt die sterblichen Überreste wichtiger Persönlichkeiten Uruguays.

Gegenüber der Kathedrale befindet sich das Cabildo. Das Gebäude im neoklassischen Stil war zur Kolonialzeit ein Gefängnis, änderte im Laufe der Zeit häufig seine Funktion und heute ist hier das Archiv des historischen Museums untergebracht. Von der Plaza de la Constitución aus geht man durch die Straße Rincón mit seinen alten Gebäuden, zum Beispiel dem Casa de Rivera (Ecke Strasse Misione), in dem sich heute das historische Museum befindet; Nun kommt man zum Plaza Zabala, der nach dem Gründer der Stadt, Bruno Mauricio de Zabala benannt wurde, zu dessen Ehren sich in der Mitte des Platzes das Reiterdenkmal erhebt.

Angrenzend an den Platz steht der Palacio Taranco, der einen ganzen Häuserblock umschließt. Er wurde 1910 nach der Idee der Architekten Charles Girault (Petit Palais) und Jules Leon Chifflot erbaut. Heute beherbergt er das Museo Nacional de Arte Decorativo. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung zum Hafen mit seinem Mercado del Puerto.

Der Mercado del Puerto

Einer der vielen Grills im Mercado del Puerto

Die Markthalle, eine in Liverpool gefertigte Stahlkonstruktion, wurde 1865 eröffnet. Vor der Halle findet man an zahlreichen Ständen vor allem handgefertigte Souvenirs. Viel beeindruckender jedoch ist das Innere. Zur Mittagszeit bieten hier zahlreiche Restaurants Spezialitäten von ihren rießigen Grills an; Auf den Grill kommt hier so gut wie alles, was einem Fleischesser das Herz höher schlagen lässt: Fleisch, Würste, Fisch und Meeresfrüchte.

Und obwohl es für Vegetarier oft nur Provolone (gegrillter Käse mit Kräutern und Gewürzen) und Salat gibt, lohnt es sich dennoch, hier am Samstag seine Mittagsstunden zu verbringen. Samstags hat die Markthalle nämlich besonders viel Zulauf und das bunte Treiben der Besucher, der Musiker und Tänzer zieht jeden in seinen Bann. Man sollte jedoch früh genug da sein, denn gegen 17 Uhr gehen die Grills auch schon wieder aus.

Das neue Zentrum von Montevideo

Plaza de Fabini: Eine kleine Oase im Stadtgewirr

Folgt man vom Plaza de la Independencia aus die Avenida 18 de Julio, erlebt man ein völlig anderes Montevideo. Es ist laut, voll und hektisch wie es sich für eine Hauptstadt gehört. Schön sind hier die zahlreichen Plätze links und rechts der Hauptstraße, zum Beispiel der Plaza Fabini oder der Plaza de Cagancha mit der Friedensstatue, die die Montevideaner jedoch in Freiheitsstatue umtauften. Hier findet oft ein Kunsthandwerksmarkt statt und auch im Mercado de los Artesanos kann man zahlreiches Kunsthandwerk erwerben.

Wer Flohmärkte mag, sollte sich nicht den sonntäglichen Markt in Tristán Narvaja mit seinen Nebenstrassen entgehen lassen. Hier wird wirklich alles angeboten: Gemüse, Bücher, Handwerk, Antikes… Und es ist der Treffpunkt vieler Einheimischer und Touristen.

Am Ufer des Rio de la Plata

An einem sonnigen Tag sollte man es sich nicht entgehen lassen, an der Uferpromenade "Rambla" spazieren zu gehen. Die Rambla ist immer ein belebter Ort. Man trifft Fischer, Spaziergänger, Fahrradfahrer und sieht Familien und Freunde, die es sich mit ihrem Mate gemütlich machen.

Blick von der Rambla auf den Stadtteil Pocitos

Montevideo hat mehrere schöne Sandstrände, die zum Verweilen einladen. Auf den ersten Blick könnte man meinen, man befindet sich am Meer. Der Rio de la Plata ist hier so breit, dass man das gegenüberliegende Argentinien nicht sieht. Ob man sich jedoch wie die Einheimischen im trüben Flusswasser baden möchte, ist dann doch Ansichtssache und kostet so manchem wohl etwas Überwindung; Grundsätzlich wird die Wasserqualität regelmäßig überprüft und gilt allgemein als gut. Einzig der Strand von Buceo liefert ab und zu bedenkliche Werte, was wohl am anliegenden Sporthafen liegt.

An der Rambla, auf Höhe des Strandes Ramírez trifft man auf den Park Rodó im gleichnamigen Stadtviertel. Er ist ein schön angelegter Park mit einem künstlichen See und gehört zu den meistbesuchten Parks Montevideos. Nebenan befindet sich das Museo Nacional de Artes Visuales. Hier sind mehr als 6.000 Bilder und Skulpturen ausgestellt.

Im Park Rodó Im Park Rodó

Parque Rodó und der daneben liegende Punta Carretas ist das teurere Viertel der Stadt, in dem sich die besser gestellte Bevölkerungsschicht niederlässt. Dementsprechend befinden sich hier einige der besten Restaurants und verglichen mit deutschen Preisen ist hier ein Restaurantbesuch denkbar günstig. (Nach einem ausgiebigen, leckeren Abendessen mit Wein und Nachtisch und einem sehr aufmerksamen Kellner im beliebten Restaurant Sacramento in Punta Carretas, haben wir die Rechnung dreimal kontrolliert, weil wir dachten, der Kellner hat etwas vergessen).

Sonnenuntergang am Leuchtturm

Geht man vom Strand Ramírez weiter die Rambla entlang, kommt man zum Leuchtturm von Punta Carretas. Hier ist der südlichste Punkt Uruguays; Weiter Richtung Osten gelangt man an den beliebten, und im Sommer recht vollen Strand von Pocitos, der von modernen, hohen Wohnblocks umrahmt wird.

Die Rambla geht noch einige Kilometer weiter und es folgen auch noch weitere Strände. Zu Fuß wird es nun aber sicher langsam zuviel. Immerhin hat Montevideo rund 22km Uferpromenade zu bieten. Allerdings handelt es sich hier, wie gesagt, um Strände am Río de la Plata. Wer sich in blaue Meerwasserwellen stürzen möchte, der muss mit dem Bus oder Mietwagen mindestens bis Punta del Este fahren.

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