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Entlang der Ostküste Uruguays

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Uruguay bietet viele verschiedene Badeorte am Atlantik. Von der Touristenhochburg bis zum kleinen Fischerdorf findet sich hier alles. In der Hauptsaison von Ende Dezember bis Ostern sind die meisten Orte überlaufen, in der Nebensaison hingegen teilweise fast ausgestorben. Beachten sollte man auf jeden Fall, dass die wenigsten Küstendörfer einen Geldautomaten besitzen und das Bezahlen mit Kreditkarte nicht möglich ist. Die Stadt Rocha im gleichnamigen Department liegt direkt an der Routa 9 und ist deshalb eine gute Anlaufstelle, wenn Bargeld benötigt wird oder ein Supermarkt gefragt ist.

Punta del Este - Wo der Rio de la Plata und der Atlantik aufeinander treffen

Punta del Este liegt auf einer Halbinsel und ist der Punkt, wo das Ufer des Río de la Plata endet und die Küste des Atlantik beginnt. Auf der einen Seite hat man das ruhige Wasser des Flusses und auf der anderen Seite, die meist auch windiger ist, trifft man auf die schäumenden Wellen des Atlantiks. Es ist das Touristenzentrum Uruguays und einer der wichtigsten Badeorte Südamerikas. In der Hauptsaison von Ende Dezember bis März ist die Stadt sehr überlaufen.

Wo der Atlantik beginnt Am ruhigen Ufer des Silberflusses Die Hand, die aus dem Sand ragt, ist das Wahrzeichen von Punta del Este.

Außerhalb dieser Monate ist es dagegen recht beschaulich. Jedoch gibt es in der Stadt nicht viel zu sehen. Deshalb reicht es für Urlauber, die nicht nur Sonne, Strand und Party suchen aus, hier einen Tag zu verbringen. Ein Höhepunkt des Besuches ist ein Bootsausflug (kann am Hafen gebucht werden) zur nahe gelegenen Isla de los Lobos. Die Insel steht unter Naturschutz und beherbergt eine Seelöwenkolonie.

La Paloma

Obwohl La Paloma nur 2.500 Einwohner hat, ist er der grösste Badeort des Departments Rocha. Hier gibt es mehrere schöne Strände, die wegen der Lage am Kap Santa María sehr abwechslungsreich sind; Es gibt sehr ruhige, an denen man sogar an windigen Tagen ein windstilles Plätzchen findet wie am Los Botes oder Bahía Grande und Bahia Chica und es gibt Strände, zum Beispiel La Aguada, die vor allem bei Wellenreitern sehr beliebt sind.

In der Hochsaison wird es auch hier sehr voll. Allerdings findet man hier keine Bettenhochburgen wie in Punta del Este, was dem Ort ein angenehmes, dörfliches Flair verschafft. Das Zentrum bildet die Avenida Solari, in der sich Geschäfte, Cafés und das Kasino befinden. Des Ausblicks wegen lohnt sich der Aufstieg auf den Leuchtturm.

Cabo Polonio

Cabo Polonio ist ein kleines abgeschiedenes Dorf inmitten der Dünen eines Naturschutzgebietes. Von einem Parkplatz aus bringen Jeeps die Besucher durch die Dünen zum Ort. Es gibt keine Straßen, keinen Strom und kein Wasser. Das Dorf besteht aus einigen kleinen Hütten. Der Besuch lohnt sich, denn man findet etwas ganz Außergewöhnliches vor. Man taucht in eine andere Welt ein.

Hütte am Cabo Polonio Ausruhen in Hängematten Bar am Strand von Cabo Polonio Der Strand von Valizas

Und dennoch muss ich sagen, dass meiner Meinung nach der Mythos zu viel verspricht; Wir haben etwas anderes erwartet. Obwohl wir in der Nebensaison dort waren, musste man sich einiges vom Ort entfernen, um das erwartete Gefühl von Ruhe und Einsamkeit zu finden. Im Ort gibt es eine nicht geringe Anzahl an Hippies, die sich hier niedergelassen haben, dazu kommen die Touristen und schon herrscht ein regen Treiben.

Außerdem, ich kann nur ahnen woran es liegt, roch es an einigen Stellen des Strandes sehr streng und unangenehm. Insgesamt ist ein Tagesausflug auf jeden Fall zu empfehlen, aber bevor man sich entschließt länger zu bleiben, ist es ratsam, sich zuerst den Ort anzusehen und dann zu entscheiden. Um eine Unterkunft sollte man sich jedoch vorher kümmern. Schön ist die ca. drei- bis vierstündige Strandwanderung zum Nachbarort Valizas.

Punta del Diablo

Mein absoluter Favorit an der Ostküste ist dieser kleine Ort; Auch hierbei handelt es sich um ein ehemaliges abgeschiedenes Fischerdorf, das nach und nach von Touristen entdeckt und eingenommen wurde. Man kann bequem mit dem Auto selbst anreisen, obwohl die Straßen im Ort natuerlich nicht asphaltiert sind. Das heißt, wenn man einen Bungalow direkt am Strand bekommt, muss man schon aufpassen, dass man nicht im Sand stecken bleibt, denn von Straßen kann hier keine Rede mehr sein, doch irgendwie muss man ja doch an seinen Bungalow gelangen.

Und die Strapaze lohnt sich! Die hier etwas abgelegenen Hütten sind meiner Meinung nach die schönsten! Ansonsten kann man sich je nach belieben ein Häuschen am Strand mit oder ohne Strom und Wasser oder im "Zentrum" mieten. Im Sommer ist der Ort sehr beliebt und verliert viel von seinem Charme, den er in der Nebensaison versprüht. Es gibt einige wenige Geschäfte, Bars und ein Internetcafe.

So schön kann man hier Urlaub machen Der Strand am Punta del Diablo Die Polizeistation im Ortszentrum

Allerdings ist das meiste in der Nebensaison geschlossen und auch viele Bungalows werden nur in der Saison vermietet. Also auch hier am besten vorher um eine Unterkunft kümmern. Im Internet findet man zahlreiche Angebote und kann sich direkt an die Vermieter wenden. Es ist nicht nötig, sich an eine Agentur zu wenden.

Man sollte beachten, dass es hier keinen Geldautomaten gibt und die Lebensmittelgeschäfte in der Nebensaison oft geschlossen sind. Also am besten einen kleinen Vorrat an Essen und das Geld für die Miete mitnehmen. Dann kann man hier unglaublich entspannte Tage genießen, am Strand spazieren gehen oder von hier aus Rocha und die umliegenden Küstendörfer erkunden. Ein ganzjährig geöffnetes Lebensmittelgeschäft mit knapper Auswahl gibt es links an der Einfahrt zum Ort.

Nach Chuy - Grenze zu Brasilien

Fährt man die Route 9 von Punta del Diablo Richtung Chuy, kommt man ca. 35 km vor Chuy zur Fortaleza de Santa Teresa. Es handelt sich um einen sehr imposanten Bau, mitten im gleichnamigen Nationalpark.

Die Portugiesen begannen 1762 mit dem Bau der Festung und gaben ihr den Namen. Fertig gestellt hingegen haben das Bauwerk die Spanier nur wenige Jahre später. Die Mauer bildet die Form eines unregelmäßigen Pentagons und ist so erbaut, dass es unmöglich ist, sie zu erklimmen. An einigen Stellen ist die Mauer bis zu 11,5 Meter hoch. Im Grunde genommen sind es zwei Mauern: eine Innere und eine Äußere. Die innere Mauer ist um die 2 Meter breit und die äußere kommt auf rund 4 Meter Dicke.

Die Festung von Santa Teresa

Auch die Gebäude im inneren sind sehr gut erhalten. Einst boten sie Platz für rund 300 Mann. Auf dem danebenliegenden Friedhof fanden Spanier, Portugiesen und Sklaven ihre letzte Ruhestaette.

Nun geht es weiter auf der Route 9. Am Ende der Küstenautobahn befindet sich Chuy. Die Stadt ist durch die Grenze zwischen Uruguay und Brasilien geteilt. Die brasilianische Seite heißt ebenfalls Chui, schreibt sich allerdings mit i. so kann man sie gut auseinander halten. Chuy ist eine typische Grenzstadt mit zahlreichen Geschäften und Supermärkten, die günstige Einkaufsmöglichkeiten bieten. Auch auf der uruguayischen Seite ist bereits alles brasilianisch, selbst die Beschriftungen im Supermarkt. Beachten sollte man die Straßenkontrollen auf dem Rückweg.

Hier befindet sich einer der wenigen Geldautomaten der Ostküste. Dieser akzeptiert jedoch nicht alle Geldkarten (z.B. kein Visa). In der Bank selbst kann man auch mit seiner Geldkarte Bargeld abheben. Allerdings wird eine ordentliche Gebühr erhoben. Man sollte also lieber nach Rocha fahren, um sich mit Bargeld einzudecken.

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