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Weitere Sehenwürdigkeiten in Athen

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In Athen gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten. Man könnte eine ganze Woche lang von Museum zu Museum hüpfen und einen Museumsrundgang an den nächsten hängen. Es gibt aber auch unzählige Aussichtspunkte mit übewältigen Ausblicken auf die Stadt und das Meer. Und es gibt in der ganzen Stadt verstreut zahlreiche Ausgrabungsstellen, die man teilweise unter Plexiglasabdeckungen besichtigen kann. Und schließlich gibt es unzählige Einkaufsstraßen und -gassen, durch die man einfach nur hindurchschlendern und sich inspirieren lassen kann. Im folgenden werden noch einige markante Sehenswürdigkeiten der Stadt beschrieben.

Omonia-Platz

Im Herzen von Athen gibt es 3 zentrale Plätze, an denen sehr sehr viel los ist: Monastiraki, Omonia und Syntagma. All diese Plätze haben gemeinsam, dass sie eine Metrostation haben, an der sich jeweils zwei Linien kreuzen. Der Omonia-Platz ist zudem ein Verkehrsknoten, in den zahlreiche teils mehrspurige Straßen münden. Nimmt man einen Häuserblock noch dazu, so hat man einen gigantischen Kreisverkehr mit zahlreichen Einfalls- und Ausfallsstraßen.

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Inmitten des Omonia-Platzes befindet sich ein Brunnen mit einer hohen Wasserfontaine und zahlreichen kleinen Fontainen ringsherum. Hier herrscht ein bisschen Ruhe. Aber sobald man vom Innenbereich des Platzes wieder raus will, muss man eine der viel befahrenen Straßen überqueren. Wir machen uns vom Omonia-Platz aus Richtung Norden und treffen nach ca. 10 Minuten Fußmarsch auf das Archäologische Nationalmuseum.

Archäologisches Nationalmuseum

Man kann das Archäologische Nationalmuseum eigentlich nicht verfehlen, denn wie ein prächtiges Schloss mit großem Schlossgarten empfängt es einen auf der rechten Straßenseite. In der Mitte des "Schlosses" befindet sich der Eingang. Was auf dem nachstehenden Foto nicht zu sehen ist, ist die Warteschlange, die teilweise vom Eingang bis zur Straße geht. Die sonst übliche Warteschlange ist aber nicht etwa die Schlange für den Ticket-Schalter; nein, sie ist die Schlange für die Sicherheitskontrolle, durch die ein jeder durch muss, auch wenn man schon vorab ein Ticket gekauft hat. Diese Schlange kann man also nicht umgehen.

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Nach dem Ticket-Kauf geht man geradewegs in die mykenische Halle und trifft als erstes auf ein großes Highlight des Museums: die goldene Maske des Agamenon. Der Archäologe Heinrich Schliemann hat diese Maske bei seiner Suche nach dem antiken Troja gefunden. Er war sich seiner Zeit sicher, dass es die Maske des Königs Agamemnon war, der zusammen mit seinem Bruder Menelaos seine schöne Frau Helena aus Troja zurückholen wollte, die sich der Trojaner Paris der Sage nach geschnappt hat. Der Kampf um Troja fand jedoch um 1200 vor Christus statt; die von Heinrich Schliemann gefundene Goldmaske ist jedoch ein paar Jahrhunderte älter, also aus der Zeit, also gerade erst die erste mykenische Hochkultur in Griechenland entstanden war. Dennoch ist die Goldmaske zusammen mit weiteren Goldfunden der erste große Hingucker schlechthin, und man hat selten einen freien Blick auf die Vitrinen mit den Goldstücken.

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Nach diesem ersten großen Highlight steht es einem natürlich frei, ob man auf dem vorgegebenen Weg durch das Museum läuft oder sich frei von Saal zu Saal bewegt. Der vorgegebene Weg ist mit Pfeilen am Boden markiert. Man durchläuft quasi die Geschichte Griechenlands von der ersten Kykladenkultur über die mykenische Zeit bis zur Römerzeit. Auch wenn sich Vasen, Statuen und Bruchstücke von diversen Funden immer wieder wiederholen, so erkennt man schnell wie sich Kultur und Kunst im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt haben.

Für das archäologische Nationalmuseum sollte man mindestens eine Stunde einplanen, wobei eine halbe Stunde schon mindestens für die Warteschlange und ggfs. das Rucksack Aufgeben drauf geht. Besser also, man plant von vorn herein 2-3 Stunden ein, damit man auch das eine oder andere Ausstellungsstück in Ruhe anschauen kann.

Das historische Altstadtviertel Plaka

Wenn man vom lebendigen Monastiraki-Platz in Richtung Akropolis läuft gelangt man in das historische Altstadtviertel Plaka. Auf seinem Weg dahin merkt man, dass die Straßen immer kleiner werden und schließlich nur noch schmale Gassen sind. Es gibt keine großen Geschäfte mehr sondern nur noch kleine Läden, die größtenteils Souvenirs an die vorbei strömenden Touristen verkaufen. Es gibt viele kleine Restaurants, die zum Teil nur eine Tischreihe entlang der Häuse haben oder eine paar breitere Treppenstufen zum Aufstellen einzelner kleiner Tische verwenden.

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Während es im tiefer gelegenen Bereich der Plaka noch ziemlich turbulent zu geht, wird es eher ruhiger, wenn man etwas empor Richtung Akropolis hinaufsteigt. Man gelangt schhließlich in das kleine Stadtviertel Anafiotika. Hier ist es ruhig, und hier wohnen und arbeiten Einheimische. Mehrere Schilder weisen die Besucher darauf hin, dass man sich nicht in einem Freilichtmuseum sondern in einem Wohngebiet befindet. Man sieht winzige, kleine weiße Häuschen mit zum Teil so winzigen Eingangstüren, dass man sich fragt, wie man in so ein Haus eine Waschmaschine oder einen Kühlschrank hineinbringt.

Vor vielen Häusern steht ein kleines Häuschen mit einer kleinen Öffnung: Auf seiner Tour durch die ruhigen Gassen begegnet man vielen Katzen, die in den Häuschen Ruhe und Schatten finden. Ein kleiner Park mit Sitzbänken lädt zum Ausruhen unter schattigen Bäumen ein. Geht man ein paar Schritte weiter, dann landet man wieder im üblichen Trubel der Großstadt mit zahlreichen Läden und Restaurants.

Lycavittos Aussichtsberg

Der Lycavittos Aussichtsberg ist einer der ganz hohen Berge inmitten der Stadt Athen. Wer von der Akropolis auf die Stadt blickt, stößt zwangsläufig auf den markanten Berg nordöstlich der Akropolis. Der Likavittos ist 277m hoch, was einer enormen Höhe entspricht, wenn man bedenkt, dass das Meer nur wenige Kilometer entfernt ist. Um zum Lycavittos Aussichtsberg zu gelangen fährt man am besten mit der Metro bis zur Station Evangelismos. Von dort aus geht eine Straße schnurgerade hoch zum Berg. Nach einigen Hundert Metern endet die befahrbare Straße und eine Treppenstaffelei mit weit über 100 Stufen steht einem bevor. Unterwegs bieten Straßenhändler kleine Snacks und Getränke an. Aber nach ca. 20 Minuten hat man es von der Metrostation Evangelismo zur Talstation der Seilbahn geschafft.

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Die Seilbahn fährt im Innern des Berges hoch zum Gipfel. Die Hin- und Rückfahrt hat bei unserem Besuch 10 Euro pro Person gekostet. Das ist ziemlich viel für eine Fahrt, die keine 5 Minuten dauert. Man kann den Gipfel auch zu Fuß erklimmen. Wenn man es im Sommer aber bis zur Seilbahn geschafft hat, ist man bereits durchgeschwitzt und freut sich, wenn man die letzten Meter bis zum Gipfel nicht selbst gehen muss. Außerdem ist das Seilbahnfahren auch ein kleines Erlebnis der besonderen Art.

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Auf dem Gipfel des Lyvcavittos befindet sich ein kleines Kirchlein und mehrere Restaurants. Und natürlich gibt es eine große Aussichtsplattform, von der aus man einen gigantischen Blick auf Athen, auf Piräus, ins Hinterland und auf mehrere benachbarte Inseln hat. Die Akropolis sieht man quasi aus der Luftperspektive, ebenso viele Momumente, die man vorher schon besucht hat, zum Beispiel das Olympiastadion oder das Gelände des Tempel des Zeus.

Auch wenn man beim Aufstieg zum Lycavittos kräftig ins Schwitzen kommt, oben am Berg zieht es gewaltig. Ein heftiger Wind flattert einem um die Ohren und es kommt schnell ein Gefühl der Kälte auf, auch wenn es draußen über 20C hat. Eine dünne Windjacke im Rucksack kann also nicht schaden.

Athener Trilogie an der Metrostation Panepistimo

Unseren Abstieg vom Lycavittos Berggipfel machen wir nicht in Richtung Metrostation Evangelismo, wo wir hergekommen sind, sondern wir laufen in Richtung Metrostation Panepistimo. Der Vorteil dieser etwas weiteren Route ist, dass wir an einigen sehr schönen, markanten Gebäuden vorbeikommen. Die drei sehenswerten Gebäude werden auch als Athener Trilogie bezeichnet.

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Zuerst treffen wir die Athener Akademie. Man könnte meinen, dass es sich um einen antiken Tempel handelt. Es herrscht zu große Ähnlichkeit wegen der kanonischen Säulen, dem typischen Tempeldach und den Figuren unterhalb des Dachgiebels. Aber tatsächlich ist die Athener Akademie der Wissenschaften ein Gebäude, das Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, natürlich im griechischen antiken Stil, so dass der Vergleich mit einem alten Tempel durchaus angebracht ist.

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Gleich neben der Akademie der Wissenschaften befindet sich die Univerität, und noch ein Gebäude weiter die Nationalbibliothek. Auch diese beiden Gebäude stammen aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts. Es macht einfach Spaß, die prächtigen Bauten zu besichtigen, auch wenn man sich nur auf die jeweilige Frontfassade beschränkt.

Philopappus Aussichtsberg

Ein markanter und toller Aussichtspunkt ist der Philopappus Berg direkt gegenüber der Akropolis. Die meisten Besucher von Griechenlands Hauptstadt lassen diesen Aussichtspunkt im wahrsten Sinne des Wortes links liegen, wenn sie die Akropolis besuchen. Dabei ist der Philopappus von der gleichen Straße aus erreichbar, von der man auch zur Akropolis geht, nämlich der Dionysiou Areopagitou. Läuft man vom Akropolis-Museum unterhalb der Akropolis entlang, dann führt nach ein paar Hundert Metern rechts ein breiter Weg hinauf zur Akropolis. Ein kleines Stück weiter auf der linken Seite befindet sich ebenfalls ein ziemlich breiter Weg, der einen hinauf zum Philopappus führt. Der Weg ist gut beschriftet, so dass man ihn nicht verfehlen kann. Aber der Weg ist vielleicht verdeckt, weil direkt davor rote, gelbe und blaue Hop-On Busse parken.

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Auf dem Weg zum Philopappus stößt man nach 10 Minten auf eine kleine ansehnliche Kirche namens Ayios Demetrios Loubardiaris. Hier laden ein paar Sitzbänke auf eine kleine Pause ein. Gegenüber von der dieser Kirche führt ein schmaler Weg, teilweise mit Steinplatten, hinauf zum Philopappos Denkmal. Schon auf dem Weg nach oben hat man immer bessere Ausblicke auf die Akropolis und auf die Stadt. Man benötigt ca. 20 Minuten bis man ganz oben am Denkmal steht. Was einen dann erwartet ist umwerfend.

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Das Philopappos Denkmal hat man schnell angeschaut und ist nicht weiter spektakulär. Aber der Ausblick von hier oben auf die drekt daneben liegende Akropolis ist spektakulär. Ebenso der Ausblick auf Athen, Piräus und das Meer. Das Angenehme am Philopappus Aussichtspunkt ist, dass das Gipfelgelände sehr weitläufig ist und dass sich nicht so viele Menschen drängeln wie zum Beispiel auf der kleinen Aussichtsplattform des Lycovattos Berges.

Für den Besuch des Philopappus Aussichtsberges benötigt man ungefähr eine Stunde. Aber diese Stunde lohnt sich wirklich. Auch auf diesem Aussichtsgipfel gilt, dass ein heftiger Wind einen fast umbläst. Eine Windjacke im Rucksack kann also nicht schaden.

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