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Ausflüge in die Umgebung von Valencia

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Valencia ist eine zauberhafte Stadt und auch Badefreunde kommen am Strand des Mittelmeeres innerhalb der Stadtgrenzen zu ihrem Vergnügen. Eigentlich brauchte man die Stadt also gar nicht zu verlassen, es gibt hier so viel Sehenswertes. Trotzdem, einige Abstecher in die Umgebung Valencias sind ebenfalls sehr zu empfehlen, denn im Umkreis von wenigen Kilometern befinden sich Ziele, die von der puren Natur bis zu Handwerkskünsten, schönen Landschaften und historischen Bauten die ganze Palette zu bieten haben, die für Touristen interessant ist.

La Albufera, der Naturpark bei Valencia

Nur rund 20 Kilometer außerhalb der Stadt glaubt man, in einer anderen Welt gelandet zu sein. Hier im Naturpark La Albufera gehen die Uhren noch anders, man kann am und auf dem Wasser die Stille genießen und sich am Anblick der Landschaft erfreuen. Zumindest gilt das, wenn man einen ruhigen Tag erwischt hat. Zum Wochenende, wenn die Einwohner Valencias zu ihrem beliebtesten Ausflugsgebiet strömen und in der Hochsaison, wenn die Touristenmassen die Ufer, Gaststätten und Boote okkupieren, dann herrscht auch hier Trubel und nicht selten sogar Hektik.

Im Naturpark Albufera

Wir hatten bei unserem Besuch einen weitgehend trüben regnerischen Tag erwischt. Erfreut waren wir darüber weniger, denn die zahlreichen Bootsverleiher hatten deshalb geschlossen und es ist einfach angenehmer, bei Sonnenschein am Ufer zu spazieren, auch wenn nur Teile der Ufer zugänglich sind. Oft zeigen Schilder an, dass es sich um Privatbesitz handelt und der Zugang zumindest nicht erwünscht ist. Durch das schlechte Wetter hatten wir allerdings fast die gesamte Gegend für uns und auch in den Restaurants wurden wir mit offenen Armen empfangen. Bereut haben den Abstecher jedenfalls nicht, La Albufera ist ein wunderschönes Areal in der Comunitat Valenciania.

La Albufera ist ein riesiger Süßwassersee von 3.000 Hektar, der über zwei Flussläufe sowie einen Kanal mit dem Meer verbunden ist. Bei der Größe des Sees, der zur Römerzeit sogar das zehnfache Ausmaß hatte, verwundert es nicht, dass die Mauren – die das Gebiet lange Zeit besetzt hatten – das Gewässer „al buhayra“, Kleines Meer, nannten. Zum Naturpark La Albufera gehören neben dem See insgesamt 21.000 Hektar Feuchtgebiet. Seit 1986 ist es Naturschutzpark, um dieses einzigartige Ökosystem mit seiner Flora und Fauna zu schützen.

Am See in der Albufera

Zu schützen gibt es hier wirklich eine Menge. Mehr als 250 Vogelarten kommen hier vor, darunter so manche seltene. Auch Reptilien und Insekten sind in großer Artenvielfalt vorhanden. Neben den Vogelarten, die hier zu Hause sind, hat die Albufera eine sehr große Bedeutung für die Zugvögel Mitteleuropas, die hier auf dem Weg in den Süden einen wichtigen Rastplatz finden. Weite Gebiete der Albufera sind Reis-Anbaugebiete. In diesem Feuchtbiotop gedeihen die Pflanzen ausgezeichnet. Sicher war das einer der Gründe, warum solch traditionelle Gerichte wie die Paella gerade in der Region Valencia erfunden wurden.

Bootstour in der Albufera

Richtig gut erkunden kann man die Albufera aber nur vom Boot aus. Rundwege um den See gibt es nicht und viele Stellen des Ufers sind nicht zugänglich. Dafür ist eine Bootsfahrt durch die hunderte von schiffbaren Kanäle, die das Gebiet durchziehen, sowie auf dem See ein Hochgenuss – entsprechendes Wetter vorausgesetzt. Die zahlreichen Anbieter von Bootstouren entlang der Ufer haben diese Fahrten im Angebot. Außerhalb der Saison und bei schlechtem Wetter kann es allerdings passieren, dass schlichtweg geschlossen ist. Die 1 bis 2 Stunden langen Touren sind besonders frühmorgens und abends reizvoll, wenn die entsprechenden Lichtstimmungen die Landschaft besonders interessant erscheinen lassen.

Für die meisten Besucher beginnt die Tour durch die Albufera in El Palmar, einem Ort, der noch vor wenigen Jahrzehnten ein kleines Fischerdörfchen war. Heute reiht sich hier Restaurant an Restaurant und zahllose Bootstouren werden angeboten. Auf den Ansturm hat sich der Ort mit einem großen Parkplatz eingestellt. Trotzdem kann es hier in der Saison und an den Wochenenden ziemlich eng werden. Parkplatznot ist dann kein Fremdwort. Wir fanden schon die Anfahrt abenteuerlich, denn von der Hauptstraße führt eine etwa 4 km lange Straße zum Ort, die an manchen Stellen – z B. an den kleinen Brücken – so eng wird, dass nur jeweils ein Auto passieren kann.

Gewitterstimmung an den Reisfeldern der Albufera

In El Palmar gibt es rund 30 Restaurants, die allesamt deftige valencianische Küche anbieten. Paella ist natürlich in allen Häusern im Angebot. Großen Raum nehmen auch Fischgerichte und Meeresfrüchte ein, denn der See ist sehr fischreich und das nahe Meer bietet ebenfalls die Grundlagen für diese Gerichte. Zeit muss man jedoch mitbringen, ein spanisches Menü dauert mindestens 1,5 Stunden, eher länger. Neben der Paella sind es Aal mit Knoblauch, typisch valencianische Reisgerichte sowie Huhn und Kaninchen, die vorrangig auf den Speisekarten stehen.

Wer im August seinen Urlaub in Valencia verbringt, sollte am 4.8. jedoch lieber auf einen Ausflug in die Albufera verzichten. An diesem Tag findet hier die Fiesta Mayor statt, eine Prozession per Boot. Etwa 300 Boote legen dann hier ab, an Bord Altäre, Christus-Bilder, Kapellen und Einwohner in traditioneller Tracht. Tausende Besucher verfolgen dieses Spektakel, einen Parkplatz zu finden ist dann praktisch unmöglich. Die einzige Alternative wäre eine kilometerlange Wanderung nach El Palmar.

Manises, die Stadt der Keramik

Nicht weit entfernt von Valencia, in der Nähe des Flughafens, liegt der kleine Ort Manises, der auch einen Abstecher lohnt. Der Ort, dessen Ursprung auf die Mauren zurückgeht, ist berühmt für seine valencianische Keramik. Anfänglich waren das blaue und metallfarbene glasierte Waren, seit dem 18. Jahrhundert kamen farbenprächtige Fliesen dazu. Einige Bauwerke Manises sind prachtvoll mit den Keramikfliesen verziert, so z.B. die Pfarrkirche San Juan Bautiste, die Markthallen, die Fassade der alten Keramikfabrik Valldecabres, mehrere Häuser und andere Objekte.

Einen Besuch wert ist auch das Museo Municipal de Cerámica, das Keramikmuseum. Mehr als 2500 Keramikobjekte aus mehreren Jahrhunderten sind hier zu bestaunen. Dazu gibt es noch eine Fachbibliothek über Keramik. Das wird allerdings für die meisten Touristen ohne größere Bedeutung sein. Ebenfalls empfehlenswert ist ein Spaziergang durch die ältesten Gassen Manises, die noch aus der Zeit der Mauren stammen.

Sagunto, mehr als 2000 Jahre Geschichte

Weit ist es nicht von Valencia nach Sagunto, einem kleinen zauberhaften Ort auf einer Anhöhe, etwa 30 km von der Metropole entfernt. Sagunto kann auf eine große Geschichte zurück blicken. Schon rund 500 Jahre v. Chr. spielte der Ort eine bedeutungsvolle Rolle als Handelsplatz der Berber mit den Griechen und Phöniziern. Hannibal nahm Sagunto auf seinem Feldzug 219 v. Chr. ein und zerstörte es. Mit dem Sieg der Römer gelangte der Ort zu neuem Glanz.

Der Siegeszug der Mauren machte auch vor Sagunto nicht Halt, für mehrere Jahrhunderte gelangte der Ort unter ihre Herrschaft. Der Nationalheld El Cid nahm ihn im Kampf gegen die Mauren 1098 ein, endgültig unter christliche Herrschaft kam er aber erst 1238. Seitdem gehört er zu den spanischen Königreichen.

Heute punktet Sagunto durch eine Vielzahl historische Denkmäler und Bauten aus diesen bewegten Zeiten. Absoluter Höhepunkt ist sicher das Römische Theater aus dem 1. Jahrhundert n. Chr., in dem auch zu heutigen Zeiten Veranstaltungen dargeboten werden. Mehrere Kirchen lohnen einen Besuch, so die Iglesia del Salvador, die Iglesia de Santa Maria, die Ermita de la Sangre und die Ermita de la Soledad. Sehr empfehlenswert sind auch der Plaza Mayor mit dem neoklassischen Rathaus sowie ein Bummel durch die engen Gassen des Judenviertels.

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