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Weitere Sehenswürdigkeiten in Valencia

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Es ist schon mehr als beeindruckend, welche Menge an Sehenswürdigkeiten Valencia innerhalb der Altstadt und an den Grenzen zu dieser zu bieten hat. Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass man praktisch von einem Höhepunkt zum nächsten tritt – und das auf einem kleinen und überschaubaren Areal. Die Vielfalt dieser Sehenswürdigkeiten ist auch beachtlich. So gehören neben den Torres de Serranos – dem alten Stadttor – die Universität mit ihren baulichen Kunstwerken, die Museen im Stadtviertel El Carmen, Kirchen und Paläste sowie mehrere Gärten und Parks dazu.

Die Museen im Stadtviertel El Carmen

Im Stadtviertel El Carmen, dem Barrio del Carmen zwischen den beiden Stadttoren, sind einige sehr interessante Museen zu finden. In der Nähe der Iglesia del Carmen, der Kirche der Carmen, steht das ehemalige Wohnhaus des bekannten Malers José Benlliure. Heute ist darin ein Museum eingerichtet, das sich den Werken und dem Leben dieses Künstlers widmet. Wir bekennen, von diesem Maler hatten wir noch nie gehört, das ändert aber nichts an den interessanten Kunstwerken. Auch das Museum selbst ist ansehenswert. In dem typischen Bürgerhaus vom Anfang des 20. Jahrhunderts sind viel Möbel und Gegenstände des Hausrates aus dieser Zeit zu bewundern.

Fassade des I.V.A.M. Gasse im Barrio del Carmen

In einem Neubau ist das I.V.A.M, das Instituto Valenciano de Arte Moderno, das Museum für moderne Kunst, untergebracht. Es wird zu den besten Einrichtungen dieser Art in Europa gezählt. In den Ausstellungen dieses Museums werden Werke der zeitgenössischen bildenden Kunst gezeigt, vor allem von den wichtigsten Vertretern dieser Kunstrichtung. Eine Außenstelle des Museums ist im Centro del Carmen neben dem Museo Benlliure zu sehen.

Gleich neben dem I.V.A.M. befindet sich das Centro Cultural La Beneficencia, in dem die Museen für Völkerkunde und Frühgeschichte untergebracht sind. So sind hier die wichtigsten frühgeschichtlichen Funde aus der Region um Valencia ausgestellt. Das Gebäude aus dem 19. Jahrhundert bildet einen interessanten Kontrast zum modernen Neubau des I.V.A.M.

Torres de Serranos

Als wir das erste Mal vor den Torres de Serranos - dem wohl wichtigsten Stadttor Valencias – standen, waren wir doch etwas erstaunt über die merkwürdige Form der beiden Türme Während sie auf der Seite außerhalb der Altstadt wie normale Türme aussehen, erscheint die Seite innerhalb der Altstadt wie abgehackt und glatt geschnitten. Aufklärung gibt die Geschichte des Stadttores.

Die Torres de Serranos Blick vom Turm auf die Tordurchfahrt Saal mit Rippengewölbe

Das von 1392 bis 1397 erbaute Tor war damals Bestandteil der Stadtmauer, die Valencia über mehrere Jahrhunderte umzog. Der Name „Türme von den Bergen“ kommt wohl von der Lage des Tores in Richtung Nordosten, aus der vorrangig die Menschen aus den Bergregionen kamen. Seit die Stadtmauer 1865 abgetragen wurde, sind die Türme mit dem Mittelbau freistehend. Vom Anfang des 16. Jahrhunderts bis zum Ende des 19. Jahrhunderts dienten sie als Gefängnis. Allerdings hatte das gemeine Volk keine „Chance“ hier hinzukommen, die Türme waren den Adligen vorbehalten. Nach dem Aus als Gefängnis 1887 wurden die hinteren Fassaden abgerissen, so dass dieses merkwürdige Erscheinungsbild zustande kam und man von der Plaza de los Fueros direkt auf fünf Säle mit Rippengewölben und Spitzbögen blicken kann.

Blick vom Turm auf die Altstadt

Imposant ist das Stadttor auf jeden Fall. Die beiden Türme sind baulich identisch und werden im Mittelteil durch ein Verbindungsstück mit dem Torbogen verbunden. Die Türme sind dreigeschossig und in Form eines Polygons errichtet. Besonders erfreulich fanden wir, dass die Türme bestiegen werden können. Der Eintritt ist frei und der Aufstieg nicht allzu beschwerlich, so dass ihn auch Leute, die nicht so gut zu Fuß sind, schaffen können. Begeistert waren wir vom Blick auf die Stadt, der sich uns von den oberen Plattformen der Türme bot.

Rund um die Jardines de La Glorieta

Der schöne Park in der Nähe des ehemaligen Turia-Flussbettes verdankt seine Entstehung einem Franzosen, dem General Suchet, der während der Besetzung Valencias in den Unabhängigkeitskriegen an dieser Stelle mit dem Anpflanzen von Bäumen, Büschen und anderen Pflanzen begann. Heute ist diese kleine grüne Oase ein beliebter Treffpunkt für die Valencianos und die Touristen, die sich hier eine kleine Pause vom Großstadttrubel gönnen wollen. Der Park ist auch Sammelpunkt zahlreicher Statuen und Büsten sowie des sehr schönen Triton-Brunnens.

In den Jardines de La Glorieta Die Jardines de La Glorieta mit Prachtbauten Valencias Das Porta de la Mar

Am Rande des Parks steht der Palacio de Justicia, der Justizpalast. Diesem Zwecke dient er allerdings erst seit relativ kurzer Zeit. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebäude im neoklassischen Stil errichtet, damals als Sitz des Zollamtes. Danach war im Palast eine Fabrik untergebracht, in der Tabakwaren hergestellt wurden. Heute ist der Palacio de Justicia der Sitz des Obergerichtes der Autonomen Region. Besonders interessant sind die Verzierungen und Skulpturen des Daches, so die Figur des Carlos III. mit den allegorischen Darstellungen der Gerechtigkeit und der Weisheit.

Auf der anderen Seite des Parkes befindet sich der Plaza Porta de la Mar, der Platz des Meeresportals. Das Stadttor auf dem Rasen soll aber keines der originalen Tore aus den Zeiten der Stadtmauer sein. Wir denken, dass es in seinem Baustil auch nicht zu den damaligen anderen Toren passt. Das Porta de la Mar ist ein elegantes Bauwerk mit drei Durchgängen. Im mittleren Segmentbogen steht ein großes Kreuz auf einem Podest.

Das Colegio del Patriarca und die Universität von Valencia

Das Gebäude des Colegio del Patriarca soll ein wunderschönes Gebäude sein, mit Kunstschätzen und handwerklichen Highlights. Wir sagen „soll“, denn leider kamen wir wegen Renovierungsarbeiten nicht in den Genuss, das Colegio in Augenschein zu nehmen. So mussten wir uns mit Bildern und Beschreibungen begnügen. Die begeisterten uns und ließen es uns sehr bedauern, dass gerade zur Zeit unseres Besuches geschlossen war. Sollten wir wieder einmal in Valencia sein, werden wir uns die Besichtigung nicht entgehen lassen.

Das Denkmal des Lluis Vives Säulengang im Universitätsgebäude

Auf den Bildern beeindruckte uns der Kreuzgang im Stil der Renaissance und dem Denkmal des Schulgründers in der Mitte des Hofes. Sehr schön müssen auch der Hauptaltar der Kirche des Colegios und die Capilla de la Inmaculada sein. Durch den Kreuzgang kommt man ins Museum das im Colegio eine Gemäldesammlung berühmter Maler, darunter El Creco, zeigt. In der Bibliothek befinden sich wertvolle Originalmanuskripte, u. a. von Lope de Vega.

Gegenüber des Colegios steht das Gebäude der Universität – oder genauer gesagt, der früheren Universität. Heute dient das Haus als Platz für kulturelle Veranstaltungen. Die Universität Valencias konnte ja auf eine lange und ruhmvolle Vergangenheit zurück blicken. Gegründet wurde sie schon 1499, damals in einem Gebäude, das während der Unabhängigkeitskriege fast vollständig zerstört wurde. Der heute existierende Bau ist im nüchternen Stil der Neoklassik errichtet.

Brunnen im Innenhof Detail des Brunnens

Das Gebäude kann besichtigt werden und so ließen wir uns das nicht nehmen. Von den mit Säulen geschmückten Balustraden um den Innenhof hatten wir einen guten Blick über das Bauwerk und zum Denkmal des Humanisten Lluis Vives, der in Valencia geboren wurde. Besonders schön fanden wir den Brunnen aus farbigen Kacheln an der Hofseite des Gebäudes.

Der größte Schatz, den das Universitätsgebäude beherbergt, ist jedoch die Bibliothek. Es ist eine der wertvollsten, die in ganz Spanien existiert. Unter den historischen Bänden, die hier aufbewahrt werden, sind das erste in Spanien gedruckte Buch von 1474 sowie drei Exemplare des 1490 erschienenen Ritteromans „Tirant lo Blanch“.

Hafen und Strand von Valencia

Die Großstadt Valencia hat neben dem Naturschutzgebiet La Albufera noch ein weiteres Kleinod in Bezug auf die Naherholung zu bieten. Das ist der kilometerlange schöne Sandstrand am Ufer des Mittelmeeres. Die Valencianos – und natürlich die Touristen – haben damit die besten Bademöglichkeiten im Ozean direkt vor der Haustür. Die U-Bahn fährt fast bis zum Hafen, mit der Straßenbahn und Bussen lassen sich die Hotels am Strand und der Strand selbst problemlos erreichen.

Im Hafen von Valencia Yachthafen von Valencia

Der Strand ist eigentlich auch nicht korrekt, denn Valencia hat mehrere Strände, wobei eine sehr schöne und auch sehr lange Strandpromenade entlang der beiden Strände Playa de las Arenas und La Malvarrosa verläuft. Hier sind unzählige Restaurants versammelt, tritt man aus der Tür einer Gaststätte, ist man fast schon in der nächsten. Erfreulich ist, dass in den meisten valencianische Küche angeboten wird. Im Hinterland dieser Strände sind auch zahlreiche Hotels zu finden.

Am Strand von Valencia

Etwas weiter, aber immer noch im Bereich der Naherholung, ist es zu dem Strand von El Saler in der Nähe der Albufera. Dieser Strand zählt zu den besten von Valencia und Umgebung. Feiner Sand und ein Pinienwald lassen ihn zum gefragten Erholungsgebiet werden. In der südlichen Gegend von Valencia gibt es außerdem noch die Strände von Playa de Pinedo und Playa del Perellonet.

Das Hafengebäude mit dem Uhrturm Die Tinglados, die Lagerhallen

Sehenswert ist ebenfalls der Hafen von Valencia mit einer Reihe Jugendstilgebäuden. Als erstes in Auge fällt die ehemalige Estación Maritima aus dem Jahre 1914 mit dem markanten Uhrturm. Hier wurden einst die Passagiere der Personenschifffahrt abgefertigt. Eigentlich waren es nur Lagerhallen, doch die Tinglados, die zeitlich noch vor dem Hafengebäude errichtet wurden, sind mit ihren Steinreliefs, dem Kachel-Schmuck und den filigranen Eisenfassaden mit viel Glas ein echter Hingucker und Beispiel einer sehr ästhetischen Industrie-Architektur. Zumindest waren sie es. Wir fanden die Hallen immer noch sehr imposant und es wurde schon viel für den Erhalt ihrer Schönheit getan, aber der Zahn der Zeit ließ sich nicht verbergen. Zu sehen sind auch öfter Kreuzfahrtschiffe, die vor Reede liegen und natürlich gibt es im Yachthafen die Boote oder auch größeren Schiffe der Gutbetuchten. Interessant ist solch ein Anblick immer.

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