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Madeira - Land und Leute

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Diese Seite habe ich zusammen mit Manfred Hofmann (er freut sich über deine e-mail) aus Eberbach gemacht. Manfred hat einen Blick für tolle Motive und Perspektiven. Viel Spaß mit Manfred's Fotos, Eindrücken und Wandertipps! Inzwischen gibt es ein zweites Projekt, das ich zusammen mit Manfred mache: eine faszinierende Schifffahrt mit der Hurtigruten die norwegische Küste entlang.

Ferienhaus im Dorf Candelaria

Wo liegt der Ort Candelaria?

Da Hotelurlaub noch nie unsere Sache war, haben meine Frau und ich an der Westküste im Dorf Candelaria, unweit von Ribeira Brava für zwei Wochen ein Ferienhaus gemietet. In Candelaria ist man genau richtig, wenn man ein ruhiges Domizil fernab des Massentourismus sucht, das aber dennoch zentral genug liegt, um die Insel mit dem Leihwagen (unbedingt erforderlich) oder zu Fuß zu erkunden.

Die insgesamt 4 Häuser bilden keine Ferienanlage für sich sondern sind Bestandteil des Dorfes. Jedes Haus hat einen grossen Wohnraum mit Kitchenette sowie ein Schlafzimmer mit zwei Betten und angrenzendem Duschbad. Zwei weitere Schlafplätze im Obergeschoss bieten zusätzlichen Raum (nur 2 Häuser). Von den Terrassen hat man einen schönen Blick auf die Südküste, den Atlantik und auf die Südhänge des Gebirges.

Ein uriger Krämerladen sorgt im Dorf für frische Brötchen und sonstige wichtige Lebensmittel; die angrenzende Bar kann man am Abend vielleicht für einen Schlummertrunk unter Einheimischen nutzen. "Großeinkäufe" erledigt man am Besten in Ribeira Brava oder im etwas außerhalb gelegenen Einkaufszentrum.

Impressionen von Land und Leuten

Eigentlich wollten wir unseren Madeira-Aufenthalt hauptsächlich zum Wandern nutzen. Jedoch haben wir schnell festgestellt, dass uns Madeira nicht nur wegen seiner herrlichen Landschaften begeistern konnte sondern dass wir auch mehr über das alltägliche Leben der Inselbewohner wissen wollten. So haben wir zahlreiche kleine Orte und Fischerdörfer besucht. Dort muss man nur die Augen offen halten um interessante Augenblicke des Inselalltages zu beobachten. Viel Spaß bei meinen Eindrücken von Land und Leuten; lass die Bilder sprechen...



Wanderparadies Madeira

Wandern ist zweifellos eine der interessantesten Möglichkeiten um auf der Insel seinen Urlaub zu verbringen. Von gemütlichen Spaziergängen bis zu alpinen Wanderungen dürfte für jeden etwas Passendes zu finden sein.

Wolken ziehen auf an der Levada de Bica da Cana Wolkenspiel in den Bergen zwischen Pico do Arieiro und Pico Ruivo

Die Wanderungen entlang der Levadas mit ihren manchmal kilometerlangen Tunnels und teilweise haarsträubenden Abgründen sind auf der Welt etwas Einzigartiges. Die in so manchem Reisefuehrer gemachte Aussage über das ideale Wanderwetter auf Madeira ist jedoch schlichter Unsinn. Sicher herrscht das ganze Jahr über (den Juni vielleicht ausgenommen) gutes Wetter auf der Insel, aber man muss wissen, in welcher Gegend es sich gerade befindet. Denn einheitliches Wetter gibt es nur selten.

Auf der Hochebene Paul da Serra; entlang einer kleinen Levada zurückgekehrt vom Pico Ruivo do Paul

Während man zum Beispiel bei einer Wanderung im Südwesten urplötzlich im Nebel steht und es regnet, könnte man im Nordosten schön in der Sonne laufen. Oder man kommt in Ponta de Sao Lourenzo bald um vor Hitze, während auf dem Pico do Arieiro so der Wind pfeift, dass einem die Zähne klappern und man Mühe hat, die Kamera ruhig zu halten; Aber genau diese Umstände machen das Ganze noch interessanter. Jeder neue Wandertag ist gut für eine Überraschung.

Wanderer auf der Halbinsel Ponta de Sao Lourenco Im 1,5 km langen Tunnel der Levada da Rocha Vermelha bei Rabacal

Jedem Madeiraurlauber, der seine Zeit nicht nur am Pool verbringen mag, möchte ich das Madeirabuch von John und Pat Underwood aus der Reihe Sunflower Landschaften empfehlen. Mit seinen zahlreichen Wandervorschlägen und topographischen Wanderkarten mit 6 Autotouren und auffaltbarer Straßenkarte, mit Spaziergängen zu idyllischen Picknickplätzen und Fahrplänen für öffentlichen Verkehrsmittel leistet dieses kleine bebilderte Buch unschätzbare Dienste vor Ort.

Zusätzlich gibt es noch einen kostenlosen Update-Service; Eine beigefügte Postkarte an den Verlag bringt dich wenige Tage vor Urlaubsantritt auf den neuesten Stand. Denn für den Wanderer können sich durch Straßenbau oder Erdrutsche die Bedingungen sehr schnell ändern.

Wanderung entlang der Levada do Castelejo

Einer der schönsten Wandervorschläge aus diesem Buch war für uns die Wanderung entlang der Levada Nova und Lavada do Castelejo. Diese im Buch als Variante unter der Nummer 16 beschriebene Route beginnt unterhalb von Portela in Referta. Ab dort folgt man auf einer Höhe von 300 Metern zunächst der Lavada Nova ehe dann die Levada do Castelejo unseren Weg bestimmt.

Herrliche Ausblicke auf die Nordostküste, Terrassenfelder und die darin zerstreut liegenden Häuser begleiten uns entlang der Levada. Hin und wieder treffen wir auf Einheimische, ansonsten sind wir auf den insgesamt 24 km (Hin- und Rückweg) alleine; Nach dem Übergang zur Levada do Castelejo verschwindet die Küste langsam hinter uns; statt dessen bestimmen nun die höchsten Berge der Insel das Panorama.

Im Tal der Ribeira de Sao Roque werden nun die Terrassenfelder von steilen Hängen verdrängt. Der Weg entlang der Levada wird zum schmalen Band, die Abgründe wirken durch Buschwerk und üppige Farne etwas weniger spektakulär. Doch Vorsicht ist geboten; Weiter verengt sich das Tal und am Ende erreichen wir die Quelle der Levada, welche vom Ribeiro Frio gespeist wird. Nach einer ausgedehnten Pause in der Stille dieser Landschaft, treten wir den Rückweg an.

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