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Wetter und Klima in Kappadokien

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Die Türkei ist ein warmes - oft auch heißes – Reiseland, das ist die weit verbreitete Meinung der mitteleuropäischen Urlauber. Falsch ist das durchaus nicht, aber eben auch nicht generell richtig. Das Klima in der Türkei gibt es nicht, denn im Land existieren unterschiedliche Klimazonen, die zu starken Abweichungen des Wetters in den verschiedenen Landesteilen führen können. Es ist eben oft ein Unterschied, ob man seinen Urlaub am Meer verbringt oder in den höher gelegenen Regionen und Bergen. Speziell auch in Kappadokien sind die Wetterextreme in den unterschiedlichen Jahreszeiten schon beachtlich. Während man im Sommer oft Hitzeperioden erlebt, kann es im Winter zu fast unerträglichen Kälteeinbrüchen kommen.

Kappadokien-Reisen werden ganzjährig angeboten und eine Reise im Winter kann durchaus ihren Reiz haben. Wir würden es uns aber sehr genau überlegen, ob wir zu dieser Jahreszeit fahren. An den Küsten der Türkei mit dem Meeresklima ist es meist auch in den Wintermonaten relativ mild und sogar Baden ist dann nicht unbedingt abwegig. Kappadokien, das teilweise über 1000 Meter hoch liegt, befindet sich jedoch im Landesinneren und hat ein Kontinentalklima. Das bedeutet oft heiße Sommer aber eben auch die Gefahr, dass die Temperaturen im Winter nicht nur unter die 0 Grad Grenze fallen sondern nicht selten sogar minus 20 bis minus 30 Grad Celsius erreichen.

Balken oben: Tagesdurchschnittstemperaturen; Balken unten: Nacht-DurchschnittstemperaturenSonnenscheinstunden pro TagNiederschlagstage pro Monat

Ob das ein angenehmer Urlaub wird, möchten wir bezweifeln – aber vielleicht gibt es auch weniger empfindliche „Frostbeulen“ als uns. Tage mit Niederschlag gibt es außer im Hochsommer relativ viele. In den kalten Wintermonaten bedeutet das Schneefall, und oft nicht wenig. Dazu kommt dann meist noch ein schneidender Wind. Dadurch kann das Reisen noch einmal ziemlich behindert werden. Reist man per geführter Tour, dann hat man zumindest nicht die Verantwortung für das Vorwärtskommen, doch besser wird die Sache nicht viel.

Das andere Extrem erlebt man nicht selten in den Sommermonaten. Die Nächte sind in dieser höher gelegenen Gegend mit dem Kontinentalklima erfrischend angenehm und bewegen sich normalerweise im gut verträglichen Bereich. An den Hochsommertagen sieht das jedoch oft anders aus, hier steigen die Temperaturen an einer beträchtlichen Zahl von Tagen über die 30 Grad-Marke, manchmal sogar wesentlich. Die Wirkung dieser extrem heißen Perioden wird noch durch die Wärmeabstrahlung der Tuffstein-Formationen in den Tälern Kappadokien gesteigert, so dass die gefühlte Temperatur noch höher liegen kann. Für Leute, die sich erst ab 30 Grad plus und darüber wohl fühlen, ist das sicher kein Problem. Der Vorteil der Reisen in den Monaten Juli und August sind auf jeden Fall die geringen Niederschlagsmengen und die hohe Anzahl der Sonnenstunden.

Sofern man die zeitliche Möglichkeit hat, würden wir für eine Tour nach Kappadokien die Übergangszeiten, Frühjahr oder Herbst, vorschlagen. Dann herrschen hier weitgehend angenehme Temperaturen und extreme Ausschläge in die eine oder andere Richtung sind wenig wahrscheinlich. Das ist in Kappadokien sicher auch insofern von Bedeutung, da diese Gegend wohl kaum für einen Wellness oder Faulenzer-Urlaub gebucht wird. Vielmehr geht es hier um das Erkunden der Gegend mit den faszinierenden Sehenswürdigkeiten, um Wandern sowie um kulturelle Erfahrungen. Das alles lässt sich unserer Ansicht nach bei den üblichen Tagestemperaturen um die 20 Grad Celsius weit besser bewerkstelligen als in brütender Hitze bzw. klirrender Kälte. Die Nachttemperaturen bewegen sich meist auch noch im akzeptablen Bereich, Frost ist eher die Ausnahme. Im Frühjahr gibt es zwar die durchschnittlich meisten Tage mit Niederschlägen, doch mit 8 bis 9 Tagen pro Monat liegt das noch im grünen Bereich. Im Herbst gehen die Regentage sogar wieder auf rund 3 bis 4 zurück.

Wir hatten für unsere Tour den Oktober gewählt und konnten mit dem Wetter ganz zufrieden sein. Es gab schon mal einen kälteren und windigen Tag, auch geregnet hatte es, doch insgesamt war es das geeignete Wetter für eine Rundreise. Wanderkleidung, festes Schuhwerk, einen Schirm und den Pullover sollte man in der Übergangszeit auf jeden Fall mitnehmen. Im Winter sollte es schon richtig warme Kleidung sein und selbst im Sommer kann ein dünner Pullover für die Abende und Nächte nützlich sein.

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