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Sehenswürdigkeiten im Osten Ibizas

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Die bedeutendste Stadt im Osten Ibizas ist Santa Eulària des Riu, die zwar nicht die zweitgrößte Stadt der Insel ist, aber deren Gemeindegebiet mit rund 27.000 Einwohnern die zweitgrößte Bevölkerungszahl aufweist. Es ist auch eines der wichtigsten Urlaubsregionen Ibizas, wie die Dichte und Anzahl der Hotelkomplexe, Urlaubervillen und Appartementhäuser belegt. Für die Natur und die Unberührtheit der Gegend erweist sich das nicht unbedingt zum Vorteil, doch hier zeigen sich die Freuden und Leiden eines intensiven Tourismus. Besonders zwischen Santa Eulària und der Cala Llenya konzentrieren sich die Komplexe, während der nördliche Teil noch etwas urwüchsiger geblieben ist.

An der großen Bevölkerungszahl der Region haben Ausländer, die sich dauerhaft hier niedergelassen haben, einen wichtigen Anteil. Vor allem für Briten und Deutsche besitzt die Gegend um Santa Eulària eine große Anziehungskraft. Im kleinen Örtchen Sant Carles de Peralta begann die Bedeutung der Insel für die Hippie-Bewegung. Es war ihre erste Hochburg auf Ibiza. Auch heute sind die Hippies noch da, wenn auch nicht mehr so zahlreich und auffällig wie früher. Jeden Samstag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr findet rund um das Restaurant Las Dalias bei Sant Carles ein Hippie-Markt statt, auf dem Schmuck, selbst genähte Klamotten und Batik-Artikel angeboten werden. Es soll der traditionellste Markt auf Ibiza sein.

Der Ort Santa Eulària des Riu

Santa Eulària des Riu, die Hauptstadt des gleichnamigen Gemeindegebietes, liegt sehr verkehrsgünstig nur rund 20 km von der Inselhauptstadt Eivissa entfernt. Die vielen hier angesiedelten Hotels, drei schöne Strände sowie umfangreiche Angebote an Kultur und Gastronomie lassen sie zu einem Schwerpunkt des Tourismus werden. Dabei ist der Ort weniger ein Party-Zentrum, sondern hier konzentrieren sich hauptsächlich Familien und ältere Urlauber, also vorrangig Leute, die Ruhe suchen oder einen familienfreundlichen Urlaub verleben möchten.

Dafür bestehen in Santa Eulària die besten Voraussetzungen. Die Hotels der Stadt und des engen Umlandes sind im gehobenen Bereich angesiedelt und das Publikum legt zum großen Teil weniger Wert auf Rummel und Partys, sondern mehr auf gepflegte Unterhaltung, Einkaufskultur sowie familiäre Atmosphäre. Die gewachsene Infrastruktur des Ortes kommt diesen Wünschen sehr entgegen und ein Bummel durch die Straßen der Stadt ist immer wieder lohnend und interessant.

Am Stadtstrand von Santa Eulària Am Yachthafen von Santa Eulària Rathausplatz von Santa Eulària

Die insgesamt drei Strände liegen direkt am Ort, nur wenige Meter von den Häusern entfernt direkt im Stadtgebiet. Am zentralsten ist der Stadtstrand von Santa Eulària, der aus feinem, teilweise künstlich aufgeschüttetem, Sand besteht. Durch die sandige Beschaffenheit des Meeresbodens und den flachen Verlauf ist er auch hervorragend für kleine Kinder geeignet. Etwas südlich davon beginnt der Strand Riu de Santa Eulària, der durch eine schöne Uferpromenade mit dem Stadtstrand verbunden ist. Der dritte Strand Caló de s´ Alga liegt etwas abseits am Vorort Siesta, doch immer noch gut zu erreichen.

Das Spazieren an der Uferpromenade hatten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Es war ein Vergnügen, denn hier gibt es immer etwas zu sehen. Der Blick auf die Front der Hotels ist interessant, das Leben pulsiert entlang der Promenade und für die gastronomische Versorgung sind genügend Gaststätten und Bars vorhanden. Über weite Strecken zieht sich die Promenade am Yachthafen der Stadt entlang. Für Liebhaber der Schifffahrt ist das ein Paradies. An mehr als 750 Liegeplätzen kann man die unterschiedlichsten Bootstypen bewundern, vom kleinen „Kahn“ bis zur Luxusyacht. Boote bis zu einer Länge von 25 m können hier festmachen.

Die Wehrkirche von Santa Eulària Mauern und Kuppel der Wehrkirchen Die Porxada, die Eingangshalle

Die wichtigste Sehenswürdigkeit Santa Eulàrias ist jedoch die Wehrkirche, die auf dem Hügel Puig de Missa thront. Durch diese erhobene Lage ist sie schon von fern zu erkennen. Von der ersten Kirche an diesem Ort, die nach der Inbesitznahme Ibizas durch die Katalanen errichtet wurde, blieb aber nichts übrig. Die Türken zerstörten das Gotteshaus bei einem ihrer Angriffe auf die Insel. Unter dem spanischen König Philipp II. baute man eine neue Kirche, die mit ihren wehrhaften Anlagen in vielem an eine Festung erinnert, besonders auch durch das halbrunde Bollwerk im Süden.

Ende des 17. Jahrhunderts erfolgte eine Erweiterung um zwei Kapellen, wodurch die Kirche die Form eines Kreuzes erhielt. Außerdem wurde die Vorhalle, die Porxada, als Treffpunkt für die Landbevölkerung errichtet. Das Mobiliar der Kirche ist jedoch nicht mehr original erhalten, es ging 1936 im Spanischen Bürgerkrieg verloren. Wir waren begeistert von dieser kleinen, aber auch ungewöhnlichen Wehrkirche, die uns so gar nicht an die üblichen Kirchenbauten erinnerte.

Das Museu Barrau Alter Wagen vor dem Museu Etnològic Can Ros

Wer sich intensiver mit dem früheren Leben auf Ibiza beschäftigen möchte, dem sei das Museum Museu Etnològic Can Ros empfohlen. Allerdings ist das etwas schwierig, denn die Beschriftungen und Erklärungen gibt es nur in katalanischer Sprache. Die Ausstellung selbst fanden wir jedoch ganz interessant. In dem typischen alten Bauernhaus hat man eine Vielzahl von Gegenständen, die das frühere tägliche Leben auf der Insel illustrieren und zeigen. Das reicht von Bekleidung über Arbeitsgeräte bis zur Einrichtung. Auch das Gebäude an sich ist schon einen Besuch wert. Das Museum steht nur wenige Meter von der Kirche entfernt auf dem Puig de Missa.

Noch etwas spezieller ist das Museum Museu Barrau, das sich im Privatbesitz befindet und Werke des katalanischen Impressionisten Laureà Barrau zeigt. Dieser Künstler lebte ab 1910 auf Ibiza und wurde hier auch begraben. Geht man den Weg zur Kirche empor, kommt man an dem kleinen unscheinbaren Gebäude vorbei. Es lässt sich leicht übersehen, da von der Straße nur die blaue Holztür zu erkennen ist. Ein Problem sind die unregelmäßigen Öffnungszeiten, positiv dagegen ist der freie Eintritt.

Die Bucht Cala Llenya

Die Bucht von Cala Llenya reiht sich ein in in die ziemlich stark bebauten Strand-Buchten, die fast übergangslos bis nach Santa Eulària reichen. Ein Großteil des breiten schönen Sandstrandes gehört zur hier ansässigen Hotelanlage. Trotzdem war das kein Problem, wir konnten ohne weiteres durch das Gelände bis zum Strand gelangen.

Die Bootsgaragen an der Cala Llenya

Insgesamt ist der Strand 190 m lang und 60 m breit. Das Wasser ist sauber, klar und meist ruhig, so dass hier auch Kinder problemlos baden können. Ein Zugang für Behinderte sowie Rettungsschwimmer sind vorhanden, Liegen und Sonnenschirme lassen sich ausleihen. Wer aktiv sein möchte, kann Tretboot fahren oder Windsurfen. Eine Strandbar sowie ein Restaurant sorgen für dass leibliche Wohl.

Die umliegenden bewaldeten Hügel bieten sich für einen Spaziergang geradezu an. An der Nordostseite der Bucht gelangt man auf schmalen Pfaden an die felsige Küste mit einigen der für Ibiza typischen Bootsgaragen. Wir waren zum Sonnenuntergang einige Mal hier und fanden den Anblick traumhaft. Auch wenn die Bedingungen zum Baden hier auch viel ungünstiger sind als am Sandstrand, so gefiel es uns an dieser Ecke ausgezeichnet. Zu finden ist der Zugang allerdings nicht eben leicht, da nur ein schmaler Pfad entlang einer langen weißen Mauer hinunter führt.

Cala Mestalla und Cala Boix

Nördlich der Cala Llenya liegen die Strände von Cala Mastella und Cala Boix (gesprochen Bosch). Beide haben ihre Besonderheiten, die sie auf der Insel einmalig machen. Die Cala Mastella verfügt über einen schönen aber ausgesprochen winzigen Strand. Bei einer Länge von nur 60 m und einer Breite von 20 m ist wahrlich nicht gerade viel Platz vorhanden. Die Umgebung ist bewaldet, das bedeutet aber auch, dass der nach Osten ausgerichtete Strand sehr früh schattig wird. Der Strand selbst ist feiner Natursand, allerdings gibt es Felsen im Wasser. Durch die flach abfallende Wasserlinie können Kinder hier ohne große Gefahren baden. Die Anfahrt ist nur mit dem eigenen PKW möglich, öffentliche Verkehrsmittel gibt es hier nicht.

An der Cala Mastella Klippen an der Cala Boix Strand an der Cala Boix

Eine ganz spezielle Besonderheit ist das Restaurant in Strand-Nähe, in dem El Bigote - „Der Schnurrbart“ - residiert, der sich zur weit über die Insel hinaus bekannten Persönlichkeit entwickelt hat. In seinem Restaurant soll es einen wunderbaren Fischeintopf aus frischem Fisch aus dem Meer vor Ibiza geben, das aber zu nicht gerade günstigen Preisen. In den Genuss kommt allerdings nur, wer rechtzeitig reserviert hat. Das wiederum ist jedoch nur persönlich möglich, was normalerweise heißt, dass man zweimal herkommen muss. Aus diesem Grund können wir nicht beurteilen, ob der Fischtopf wirklich so hervorragend ist. Eine Ausnahme wurde für uns nicht gemacht. Da sind wir aber in sehr guter Gesellschaft, denn sogar der spanische König, dessen Yacht in der Bucht von Cala Mastella ankerte, soll wegen fehlender Reservierung abgewiesen worden sein.

Digitalkamerareinigung

Mit 180m Länge und maximal 10 m Breite ist die Cala Boix auch nicht allzu viel größer. Das es aber selbst in der Hochsaison meist nicht sehr voll ist, liegt an der Lage. Hierher kommt man nur mit einem Auto über eine nicht besonders komfortable Straße. Parkplätze sind jedoch ausreichend vorhanden, da wird man kaum Probleme bekommen. Zum Strand muss man dann aber von den Klippen über steile Stufen hinab klettern. Das sollte kein riesiges Problem sein, Ältere oder Gehbehinderte können dabei jedoch Schwierigkeiten bekommen.

Das Besondere des Strandes ist der feste dunkle Sand, den es so nur hier gibt. Der Strand ist von hohen Klippen umgeben, so dass die Sonne relativ früh verschwunden ist. Freizeitaktivitäten werden hier nicht angeboten, an der Cala Boix ist Entspannung angesagt. Duschen, öffentliche Toiletten sowie eine Strandbar sind aber vorhanden. Rings um den Parkplatz gibt es noch drei Restaurants, die alle für ihre ausgezeichneten Fischgerichte bekannt sind.

Der Strand S´Aiga Blanca

S´Aiga Blanca südlich der Cala de Sant Vicent ist der zweite offizielle FKK-Strand Ibizas. Das nimmt aber kaum jemand so genau, die Badenden sind hier bunt gemischt, mal mit, mal ohne Badebekleidung. Der Strand ist sehr beliebt, vor allem auch bei den Einheimischen. Das liegt sicher weniger am FKK-Strand, sondern vorrangig an der Wasser- und Sandqualität sowie daran, dass er trotz der Beliebtheit selten überlaufen ist. Zu erreichen ist er nur mit dem Auto.

Die Klippen der S´Aiga Blanca

Von der Straße zwischen Sant Carles und Cala de Sant Vicent geht ein schmaler asphaltierter Weg ab, der ausgeschildert ist. Am Ende sind ausreichend Parkplätze vorhanden. Zum Strand muss man aber einen ziemlich steilen und langen Abstieg unternehmen, was sicher viele Besucher abhält. Der zweite Punkt, warum dieser Strand nicht so übermäßig frequentiert ist, liegt daran, dass er von hohen Klippen umgeben ist. Dadurch wird die Landschaft interessant, aber die Sonne verschwindet auch relativ zeitig hinterm Horizont.

Mit 300 m hat er eine für Ibiza doch recht beachtliche Länge, bei einer Breite von etwa 15 m. Feiner Sand und klares Wasser sorgen für eine gute Badequalität. Allerdings sind am Meeresboden einige Felsen verborgen, so dass Vorsicht angebracht ist. Zwei kleine Felseninseln und eine Höhle lockern die Umgebung zusätzlich auf. Das linke Ende des Strandes ist schwierig zu erreichen, deshalb herrscht hier große Ruhe. Es ist ein Eldorado für alle, die richtig entspannen möchten. In der Mitte des Abschnittes gibt es ein Restaurant mit Toiletten und am rechten Ende des Strandes eine beliebte Beach-Bar.

Der Strand Cala de Sant Vicent

Der Strand der Cala de Sant Vicent ist unserer Ansicht nach eine gelungene Mischung, die zeigt, wie man Natur und Erholung mit Tourismus und Hotelbauten zusammen fügen kann. Direkt am Strand ist ein großer moderner Hotelkomplex mit insgesamt drei Hotels entstanden, der sich aber ganz gut in die bestehende Landschaft einfügt.

An der Cala de Sant Vicent

Er ist zwar relativ groß, doch durch das umgebende Grün sowie die große Fläche weitgehend unberührter Natur fällt er nicht negativ auf. Die Infrastruktur stimmt auch, neben ausreichenden asphaltierten Parkplätzen gibt es Restaurants, Duschen, Liegestühle und Sonnenschirme. Ein Zugang für Behinderte ist genauso vorhanden, wie Rettungsschwimmer, Tretboote und eine Windsurfschule.

Der Strand ist 400 m lang und bis zu 80 m breit. Die Wasserqualität ist sehr gut, der Sand fein und hell und.er fällt flach ins Wasser ab. Hier vergnügen sich vorrangig Familien und alle, die es etwas ruhiger lieben. Wer sein Quartier in einem der drei Hotels hat, fällt praktisch aus der Haustür in den Sandstrand. Entlang des Strandes verläuft eine Promenade, die mit Palmen bestanden ist. Hier kann man sehr gut sitzen und den Blick auf die schöne Bucht genießen. Wir kamen auf der von Süden heranführenden Straße zur Cala de Sant Vicent. Dabei bot sich uns ein spektakulärer Anblick, denn die Straße verläuft in Windungen und Kurven von der Höhe steil hinab.

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