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Lago Di Ledro oder auch Ledrosee

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Macht man im nördlichen Teil des Gardasees Urlaub, so lohnt sich ein Besuch des Lago di Ledro unbedingt. Auch wenn der Lago di Ledro, zu deutsch Ledrosee, gerade mal etwa 10 km von Riva del Garda entfernt liegt, so machen sich die 600 Meter Höhenunterschied zwischen den beiden Seen in vielerlei Hinsicht bemerkbar: Ob es die Abgeschiedenheit in der Natur ist, die man beim Wandern erlebt, die herrliche Bergkulisse beim Baden an schönen Kiesstränden, die teilweise sehr steilen Herausforderungen für Mountainbiker - alles scheint hier etwas ruhiger zu sein. Und mit dem Pfahlbautenmuseum, das man hier besichtigen kann, fühlt man sich in der Zeitrechnung gleich um Jahrtausende zurückversetzt.

Anfahrt zum Lago di Ledro

Für dieses kleine Highlight muss man jedoch erst einmal einen kleinen Umweg in Kauf nehmen. Auf den ersten Blick sieht die Entfernung zwischen Limone, wo wir unser Urlaubsquartier hatten, und dem Lago di Ledro nämlich gar nicht so weit aus.

Karte vom Nordteil des Gardasees mit Lago di Ledro und Lago d\'Idro 'Der Lago di Ledro mit Blick von Molina nach Pieve

Doch die Straße, die südlich von Riva eine direkte Verbindung zum Lago di Ledro hätte, die sogenannte 'alte Ponale-Straße', ist für Autos nicht mehr befahrbar. Selbst wenn man also schon am Westufer Urlaub macht, muss man trotzdem bis Riva ins Ortsinnere zurückfahren, um von dort aus die Zufahrtsstraßen zur SS240 in Richtung Lago di Ledro zu nehmen.

Dafür erreicht man das Valle di Ledro, das Tal in dem der Ledrosee liegt, nun von Riva aus in etwa 11 km über eine gut ausgebaute neue Straße, die im unteren Abschnitt durch zwei länger gezogene Tunnelstrecken (je etwa 1 und 4 km lang) führt. Zwar gehört die Fahrt dadurch nicht gerade zu den Panoramastrecken, dafür kommt man die Serpentinen weiter oben auch bei Gegenverkehr recht sicher den Berg hinauf, und ist von Riva aus nach etwa 20 Minuten da.

Fahrt rund um den Lago di Ledro

Das Panorama des Lago di Ledro ist einfach herrlich. Das Wasser spiegelt sich je nach Stelle in unterschiedlichen Blautönen und der Blick auf die zum Greifen nahen Berge ist atemberaubend schön. Blickt man im Osten hoch oben auf den Bergen auf grüne Almwiesen, blickt man im Westen des Sees auf Wälder so weit das Auge reicht.

Vom Westufer aus hat man einen tollen Blick auf grüne Almwiesen gegenüber.

Der Lago di Ledro ist überschaubar genug, dass man ihn mit dem Auto in nicht mal einer Stunde umrunden kann. Vom ersten Örtchen, Molina di Ledro bis nach Pieve di Ledro, das genau gegenüber auf der anderen Seite des Sees liegt, sind es gerade mal 5 km, wenn man am Nordostufer des Sees auf der Via Lungolago entlang fährt; Geschickter ist es, wenn man im Ortseingang von Molina gleich links auf die Via al Lago abzweigt. Fährt man nämlich im Uhrzeigersinn um den See herum, gibt es immer wieder kleinere Parkgelegenheiten, wo man rechts ran fahren kann, um die tolle Aussicht auf den See zu genießen.

Auf der Westseite des Lago di Ledro sind die Straßen jedoch um ein Vielfaches enger, und bei Gegenverkehr, vor allem sind es hier Fahrradfahrer und Füßgänger, kommt man schon ganz schön ins Zirkeln. Pur ist das Hauptferiendorf auf der Westseite des Lago di Ledro, wo viele kleine Ferienhäuser stehen und man an schön angelegten Stränden baden gehen kann.

Freizeitmöglichkeiten am Lago di Ledro

Natürlich muss man nicht mit dem Auto um den See fahren, sondern kann direkt um den See drumherumwandern; Wer kein eigenens Mountainbike mitgebracht hat, kann sich in Pieve auch eins leihen.

In Molina di Ledro kann man Treeboote leihen. Schöne gepflegte Badestrände bei Molina di Ledro

Wer etwas besser in Form ist, kann auf der Ostseite bei Mezzolago über gut ausgebaute Wanderwege auf grüne Bergalmen hochwandern oder im Westen des Lago di Ledro in kühlen Wäldern wandern. Die Natur ist hier noch sehr geschützt und Begegnungen mit Waldtieren sind keine Seltenheit.

Wir lieben Bergseen vor allem zum baden. Die schön angelegten Kiesstrände bei Molina und in Pur wirkten sehr gepflegt und es ging recht seicht ins Wasser hinein. Tretbootverleih, Kiosk und öffentliche Toiletten machten den Ausflug etwas komfortabler.

Besonderes Highlight soll das Angeln am Logo di Ledro sein; Nicht nur Barsche, Forellen, Hechte, Karpfen und Aale sollen sich hier im Wasser heimisch fühlen.

Gaststätten am Lago di Ledro

Viele der Gaststätten sind direkt um den See mit ausreichend Parkplätzen versehen. Die Pizzen, Spagghetti und vor allem das Fischangebot aus dem Lago di Ledro selbst sind wahre Spezialitäten. Die meisten Restaurants haben Terrassen, wo man mit Blick auf den See ganz gemütlich essen kann. Auch das Preis-Leistungsverhältnis erschien mir entsprechend moderat.

Pfahlbauten am Lago di Ledro

Etwas ganz besonderes sind die Pfahlbauten am Lago di Ledro. Deutsche dürften diese Art des Bauens aus der Jungsteinzeit und Bronzezeit vielleicht schon einmal am Bodensee gesehen haben. Diese Pfahlbauten gab es in Europa vor allem an den größeren Voralpenseen Deutschlands, Italiens, der Schweiz und in Frankreich.

Das Museo delle Palafitte: Pfahlbautenmuseum in Molina di Ledro

Direkt am Ortseingang von Molina di Ledro kann man linker Hand das Pfahlbautenmuseum besichtigen, in dem zahlreiche Funde aus vorchristlicher Zeit zu bestaunen sind; Als man im Jahr 1929 das Wasser des Ledrosees zur Stromgewinnung brauchte, und somit der Wasserstand stark abgesenkt wurde, hielt man die Pfähle, die dabei zum Vorschein kamen ursprünglich für eine unbedeutende Schutzanlage; Erst mit weiteren Funden, die man sicher bis zurück in die Bronzezeit datieren konnte, wurde die Anlage für Archäologen zunehmend interessanter. Doch mit weiteren Ausgrabungen musste man zuerst einige Jahre warten, bis der Ledrosee aufgrund von Trockenperioden im Jahre 1936/37 wieder niedrig genug war.

Die Pfahlbauweise wurde aus Anschauungszwecken der am Bodensee nachempfunden.

Was letztlich zum Vorschein kam, war eine große Fläche mit mehreren Pfählen, die zu einem ganzen Dorf von Pfahlbauten gehörten. Aufgrund von Werkzeugfunden und Gebrauchsgegenständen konnte man eine Ahnung darüber gewinnen, wie die Menschen zu jener Zeit hier lebten. Über die Zeit der ersten Besiedlungen ist man sich auch unter Wissenschaftlern nicht ganz einig,reichen die Angaben zwischen 2000 und 1200 vor Christus doch weit auseinander.

Zusätzlich zum modernen Museum hat man in drei rekonstruierten Hütten zu zeigen versucht, wie die Menschen zur damaligen Zeit wohnten, arbeiteten und Vorräte lagerten. Sie verstanden sich neben Ackerbau, Viehzucht, Fischfang und Jagen auch auf das Herstellen von Netzen, Weben, Mahlen und Zimmern.

Fazit

Der Lago di Ledro kann mit seinem großen benachbarten Bruder, dem Gardasee, durchaus mithalten. Zwar sind die Orte rund um den Lago di Ledro klein und bescheiden, viel Action gibt es nicht, aber die Infrastruktur reicht völlig für einen erholsamen Familien-Urlaub aus.

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