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Ausflüge in Dresdens Umgebung

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Dresdens Umgebung ist einfach zauberhaft, so mancher Ort könnte neidisch werden ob der touristischen Möglichkeiten, die Besucher des Elbflorenz im näheren Umland haben. Da ist die Sächsische Schweiz, diese märchenhafte Felslandschaft, und zahlreiche Schlösser, Burgen und Parks, die rund um Dresden verteilt sind. Das sind wunderbare Gelegenheiten, der Großstadt einmal zu entfliehen und sich in dieser Umgebung zu erholen.

Burgen, Schlösser und Parks

Dresdens Umland ist reich an interessanten Schlössern, Burgen und Parks die meist gut erreichbar sind, besonders mit dem eigenen PKW. In Radebeul, einer Stadt direkt vor den Toren Dresdens, findet man Schloss und Weingut Wackerbarth. Dieses Unternehmen hat einen sehr guten Ruf unter den Freunden eines edlen Tropfens. Eingebettet in die mit Weinreben bestandenen Hänge ist das Schloss mit seinem Weinlokal ein beliebtes Ausflugsziel, zumal hier auch eine interessante Ausstellung zum Weinanbau besichtigt und Weine aus der Produktion gekauft werden können. Mit Bäumen bestandene Terrassen führen zum Belvedere, einem Barockpavillon; Wer den Aufstieg in die Weinberge nicht scheut, hat einen sehr schönen Ausblick auf das Schloss mit dem Park und die nähere Umgebung.

Schloss und Park Wackerbarth

Etwa 10 km nördlich Dresdens liegt Schloss Moritzburg, eine Schlossanlage des Barock, die sich malerisch auf einer Insel mitten in einem See befindet. Es ist das ehemalige Jagdschloss August des Starken. Das August auch als Jäger ( nicht nur bei Frauen) erfolgreich war, zeigt die stattliche Trophäensammlung. Es ist schon ein bezaubernder Anblick, wenn sich die Schlossanlage im Wasser des Sees spiegelt. Der Besuch hier ist aber nicht auf das Schloss beschränkt, auch die Umgebung ist sehr reizvoll. Parkanlagen, Wald, einige Seen und das Fasanenschlösschen, ein kleines barockes Bauwerk, laden zum Spazieren ein. Pferdefreunde werden einen Abstecher ins Gestüt Moritzburg, das für seine Zucht bekannt ist, nicht versäumen. An mehreren Tagen im September finden jährlich die Hengstparaden statt, ein ausgesprochener Besuchermagnet.

Jagdschloss Moritzburg

Südlich Dresdens in der Nähe von Pirna steht Schloss Weesenstein, eine etwa 700 Jahre alte Schlossanlage, die hoch über dem Müglitztal thront. In den 700 Jahren seiner Geschichte wurde am Schloss viel gebaut und umgebaut, so dass eine Stilmischung von Gotik bis Klassizismus entstanden ist. Seine wohl problematischste Zeit erlebte Schloss Weesenstein im Jahre 2002 während der großen Jahrhundertflut. Die angerichteten Zerstörungen waren enorm, doch heute erstrahlt das Schloss in neuem Glanz. Eine ständige Ausstellung und der Schlosspark mit barocken Elementen lassen einen Besuch zum Erlebnis werden.

Schloss Weesenstein

Etwas langwieriger ist die Anfahrt zur Burg Stolpen, die als Verbannungsort und Gefaengnis der Mätresse August des Starken, der Gräfin Cosel, in die Geschichte einging. Der Weg lohnt aber, die ziemlich gut erhaltene Burganlage ist in ihrer Gesamtheit zu besichtigen und zeigt in einigen Ausstellungen Wissenswertes zum damaligen Leben und zur prominentesten Gefangenen, der Gräfin Cosel. Deren Grab befindet sich in den Mauern der Burg. Vom Siebenspitzenturm hat man nach einem gut zu bewältigenden Aufstieg eine reizvollen Blick ins Umland und auf die Stadt Stolpen. Ein Stadtrundgang durch die reizvollen Gassen und über den schön restaurierten Marktplatz Stolpens rundet den Ausflug ab.

Stolpen

Zu einem Barockschloss erwartet man eigentlich auch einen Park im Stil dieser Richtung. Der zugehörige Park des Barockschlosses Rammenau ist allerdings im englischen Stil gehalten. Das hängt mit der Geschichte von Schloss und Park zusammen. Um 1720 beginnt der Bau des Schlosses und des Parks im Barockstil. 1794 erwirbt der preußische Rittmeister Friedrich von Kleist die Anlage und gestaltet den Park im englischen Stil um. Heute gilt Rammenau als Sachsens schönste Landbarockanlage. Neben den architektonischen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten findet der Besucher zahlreiche kulturelle Angebote, wie Kammerkonzerte, Parkkonzerte, Ausstellungen, Märkte und Kinderveranstaltungen.

Am Anfang sollte der Barockgarten Großsedlitz der Altersruhesitz des Grafen von Wackerbarth werden, der bis 1721 Park, Schloss und Orangerie fertig stellen ließ. August der Starke kaufte ihm aber 1723 die Anlage ab und ließ sie dann nach seinen Wünschen herrichten. So entstand der Barockgarten, der bis heute nahezu unverändert blieb. Prachtvolle Gartenanlagen, der größte Pomeranzenbestand Deutschlands und mehr als 60 Skulpturen, die im Gelände verstreut sind, lassen Großsedlitz zu einem Glanzpunkt sächsischer Gartenbaukunst werden.

Meißen, die Stadt des Porzellans

Meißen, die über 1000jährige Stadt an der Elbe, ist in erster Linie durch das Meißner Porzellan bekannt; Auf der Suche nach Einnahmen, die seine stets klamme Staatskasse auffüllen sollten, vertraute August der Starke auf den Alchemisten Johann Friedrich Böttger, der als sein "Goldmacher" die Kassen füllen sollte. Gold konnte auch Böttger nicht hervorzaubern, doch gelang es ihm "weißes Gold" zu produzieren. Porzellan war in den wohlhabenden Kreisen Europas gefragt, doch herstellen konnten es nur die Chinesen.

Böttger gilt als der Erfinder des ersten europäischen Porzellans, wobei Zweifel bestehen, ob nicht eigentlich Böttgers Gönner, Ehrenfried Walther von Tschirnhaus, der Ruhm gebührt. So oder so, seit 1710 zählt die Porzellan-Manufaktur Meißen zu den bedeutendsten Adressen der Porzellanherstellung in der Welt. Die Produkte mit den gekreuzten blauen Schwertern als Markenzeichen sind überaus gefragt und entsprechend teuer. Doch die Stadt, die vor über 1000 Jahren gegründet wurde und als "Wiege Sachsens" gilt, hat noch zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Blick über Meißen mit Albrechtsburg und Dom

Herausragend, im wahrsten Sinne des Wortes, ist die Albrechtsburg, die hoch über der Stadt thront. Erbaut im spätgotischen Stil ist sie heute Museum, in der Ausstellungen zum Meißner Porzellan und zur Geschichte Sachsens und der Wettiner besucht werden können. Dazu kommen regelmässig zahlreiche Veranstaltungen wie Konzerte, Mittelalterfeste u.v.m.

Die Albrechtsburg kann den Status des ersten deutschen Schlossbaus beanspruchen. Eine beeindruckende Architektur mit kühnen statischen Konstruktionen und der berühmte Treppenturm, der Große Wendelstein, lassen die Albrechtsburg zu einem der beliebtesten Touristenziele Sachsens werden.

In unmittelbarer Nachbarschaft steht der Dom Meißen. Besonders markant sind seine drei Türme. Die Zwillingstürme, die Westtürme, stammen aus dem 14. Jahrhundert, wurden aber erst zwischen 1904 und 1908 vollendet. Der Südostturm dagegen wurde im frühen 15. Jahrhundert fertig gestellt. Der Baustil des Domes ist nahezu stilreine Gotik. Besonders erwähnenswert sind sieben Figuren im Dom, die einem Naumburger Meister zugeschrieben werden. Die Begräbniskapelle ist eine bedeutende Grabstätte der Wettiner, des sächsischen Fürstengeschlechts. Von Lukas Cranach d. Ä. stammt der Altartriptychon von 1534. Sehenswert sind auch die gotischen Glasmalereien am Ostfernster des Chors und der Laienaltar, der aus der Cranachwerkstatt kommt.

Marktplatz mit Rathaus

Mit der Altstadt hat Meißen einen gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkern, der glücklicherweise im 2. Weltkrieg weitgehend von Zerstörung verschont blieb. Nach Jahren des Verfalls in der DDR erstrahlt er heute wieder in altem neuen Glanz und verlockt die Besucher zu einem Rundgang durch die Gassen.

Vincenz Richter

Einen sehr schönen Anblick bietet der Marktplatz mit dem spätgotischen Rathaus und der Frauenkirche. Ein lohnenswerter Tipp ist der Aufstieg auf den Turm der Kirche, von dem man einen sehr eindrucksvollen Blick auf Meißen und Umgebung hat. Das Porzellanglockenspiel am Turm ist das weltweit erste seiner Art und entstand 1929.

Meißen liegt im sächsischen Weinbaugebiet und natürlich ist es ein Muss, hier auch Weinrestaurants vorzufinden. Das berühmteste und wohl mindestens europaweit bekannte ist Vincenz Richter, ein romantisches Restaurant und Weingut inmitten der Altstadt Meißens. Fast 500 Jahre ist es alt und seit 1873 im Familienbesitz der Richters. Wohl kein Meißentourist lässt es sich entgehen, das Lokal zu besuchen. Eine zünftige Weinverkostung ist ja auch ein schöner Abschluss eines oder mehrerer Tage in der Porzellan- und Weinstadt.

Die Sächsische Schweiz

Das Elbsandsteingebirge ist eine zauberhafte Landschaft mit urwüchsigen Wäldern und Sandsteinfelsen, die Wanderer und Kletterer unweigerlich in ihren Bann schlägt. Seit dem 18. Jahrhundert ist das Mittelgebirge als Sächsische Schweiz bekannt. Zwei Schweizer Künstler soll die Gegend an ihre Heimat, das Schweizer Jura, erinnert haben.

Das Kerngebiet ist seit 1990 Nationalpark, auf 93 km² Fläche ist die einmalige Landschaft geschützt. Trotzdem gibt es zahlreiche wunderschöne Wanderwege und viele der Felsen mit Schwierigkeitsgraden bis zur 7 sind für Kletterer zugelassen.

Mauern der Festung Königstein und der Lilienstein

Doch nicht allein Wandern und Klettern ist hier angesagt, es gibt auch vielfältige andere Möglichkeiten zum Zeitvertreib. Burgen und Festungen, wie die bekannte Festung Königstein, die größte Bergfestung Europas, oder die Burgruine Wehlen sind malerisch in die Landschaft eingebettet und laden zum Besuch. Ein besonderer Anziehungspunkt ist die Bastei, eines der bekanntesten Naturdenkmale Deutschlands. Auf einem Felsen hoch über der Elbe hat man einen hervorragenden Blick ins Elbtal hinein, auf die umliegenden Felsen mit den meistens zu sehenden Bergsteigern und eine insgesamt sehr schöne Landschaft. Von diesem Aussichtspunkt führt die Basteibrücke, eine 76,5 m lange Brücke aus steinernen Bögen, in 165 m Höhe über eine Schlucht zur Felsenburg Neurathen. Diese in die Felsen gebaute Burg lässt sich auf einem Rundgang besichtigen, ein Ausflug der sich lohnt.

Basteibrücke und Aussichtspunkt an der Bastei

Gleich in der Nähe, am Kurort Rathen liegt die Felsenbühne, eine Naturbühne mit 2000 Plätzen, die inmitten einer märchenhaften und grandiosen Landschaft errichtet wurde; Neben Stücken nach den Büchern des sächsischen Schriftstellers Karl May bietet das Programm auch klassische und moderne Aufführungen aus Schauspiel und Musiktheater. Neben der Felsenbühne Rathen gibt es einen Waldsee, den Amselgrund, auf dem man Boot fahren kann.

Der Amselgrund

Eine besondere Attraktion ist die Kirnitzschtalbahn, eine Straßenbahnstrecke die von Bad Schandau bis zum Lichtenhainer Wasserfall führt, mitten durch Wald und Berge. Seit 1898 verkehrt diese touristisch so interessante Linie, die bis heute ihre Anziehung nicht verloren hat.

Der Lichtenhainer Wasserfall ist eigentlich eine Mogelpackung. Es ist ein natürlicher kleiner Wasserfall, der allerdings nicht sehr spektakulär erschien. So kam man 1830 auf die Idee, den Bach oberhalb des Falls durch ein aufziehbares Wehr zu stauen. Alle 30 Minuten wird dieses Wehr geöffnet und ca. 3 Minuten lang ergießt sich das Wasser unter musikalischer Umrahmung in die Tiefe. Das ist schon ein Erlebnis, das auch eine kleine Wartezeit rechtfertigt, zumal hier auch ein Ausschank vorhanden ist.

Der Kuhstall, ein gewaltiges Felsentor

Ansonsten findet man in der Sächsischen Schweiz noch jede Menge Naturschönheiten, wie sonst selten auf so engem Raum. Egal, ob man klettern möchte oder die Felsen als Wanderer auf sich einwirken lässt, es ist immer ein erhabener Anblick. Die Felsen haben teils sehr merkwürdige Namen, da gibt es die Affensteine, den Mönch und die Nonne, Höllenhund und Türkenkopf, Teufelsturm und Fluchtwand und noch viele mehr.

Felslandschaft in der Sächsischen Schweiz

Seit dem Jahr 2006 hat die Sächsische Schweiz eine weitere ausgesprochene Attraktion, den Malerweg. Hintergrund ist die Begeisterung, die diese wildromantische Landschaft bei vielen Künstlern, auch so bekannten wie Caspar David Friedrich und Ludwig Richter schon vor langer Zeit hervorgerufen hatte. Diese Maler und viele ihrer Kollegen folgten dabei einer bevorzugten Route, die besonders romantische Blicke auf die Landschaft ermöglicht. Diese Route wurde bekannt unter dem Namen Malerweg. Heute ist diese Route eine beschilderter Wanderweg, der auf den Spuren der Maler 112 km durch die schönsten Ecken der Sächsischen Schweiz führt. Das er wirklich etwas Besonderes ist, beweisen die Auszeichnungen: Im Jahre 2007 wurde der Malerweg als "Schönster Wanderweg Deutschlands" und 2008/09 als "Beliebtester Wanderweg Deutschlands" gekürt.

Die Sächsische Schweiz ist ein ideales Ziel für einen interessanten, erlebnisreichen Urlaub; Ein Aufenthalt in Dresden bietet sich geradezu an, diese Landschaft zumindest durch einen Kurztrip erst einmal zu "beschnuppern" und ihre Reize zu erleben.

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