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Allgemeine Informationen über Dresden

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Dresden ist als Landeshauptstadt die politische Metropole des Freistaates Sachsen und hat auch führende Positionen in Wirtschaft und Kultur inne. Ihre Lage an den Ufern der Elbe nahe der Mittelgebirge Sächsische Schweiz, Erzgebirge und des Lausitzer Berglandes macht die Stadt auch für den Tourismus hochinteressant. Beim Ranking der beliebtesten deutschen Städte der Tourismusbranche nimmt sie einen Platz unter den ersten 10 ein.

Karte

Auch mit anderen Zahlen kann Dresden punkten, es ist immerhin die viertgrößte Großstadt Deutschlands. Zwar nicht was die Einwohnerzahl betrifft, mit ihren reichlich 500.000 Bewohnern ist Dresden relativ weit abgeschlagen, aber in der Flächenausdehnung wird dieser vierte Platz erreicht. Die Landeshauptstadt ist eine der gruensten Städte Europas und das Dresdener Elbtal kann sich mit dem Status des UNESCO-Weltkulturerbes schmücken.

Dresden, der Touristenmagnet

Es ist sicher nicht das Flair der Weltstadt, das die Besucher in Scharen nach Dresden zieht. Damit kann die sächsische Landeshauptstadt nicht konkurrieren, hier herrscht eher etwas "Wiener Gemütlichkeit".

Sensationen bietet die Stadt trotzdem genügend. Da ist ihre wundervolle Architektur, die vom Glanz der ehemaligen Residenzstadt der Wettiner zeugt und vom Ehrgeiz, den verschwenderischen Prunk des barocken Paris nachzuahmen. Besonders August der Starke hat sich hier mehr als ein Denkmal gesetzt. In den Museen der Stadt sind Kunstschätze von außerordentlicher Bedeutung zu finden. Museen wie das Grüne Gewölbe mit der umfangreichsten Kleinodiensammlung Europas oder die Gemäldegalerie Alte Meister mit Raffaels Sixtinischer Madonna können mit den meisten berühmten Museen der Welt mithalten.

Dresden mit Frauenkirche und Residenzschloss

Das alles ist auf relativ engem Raum zu finden, so dass auch eine Erkundung zu Fuß möglich ist und doch ist alles erstaunlich weitläufig, so dass selten dieses extreme Gedränge entsteht, wie es in London, Paris oder Rom eigentlich alltäglich ist.

Durchgang am Kronentor des Zwingers in Dresden

Auch die Kulturszene Dresdens hat einen sehr guten Ruf, für den in erster Linie die Namen Semperoper und Kreuzchor stehen. Doch damit ist das Kulturleben noch lange nicht erschöpft. Theater, Kabarett oder eine rege Kleinkunstszene, all das steht dem Besucher mit einem interessanten Programmangebot zur Verfügung.

Das Nachtleben kann es sicher auch nicht mit dem solcher Metropolen wie Paris, New York oder anderer Weltstädte aufnehmen; Wer nicht früh ins Bett will, findet aber doch ein ansehnliches Paket an Clubs, Partykneipen, Discos oder eben auch gediegene Nachtbars und gehobene Sternerestaurants. Auch in Bezug auf die Unterkünfte wurde in den letzten Jahren sehr viel getan.

Kleinkunst unter dem Fürstenzug

Das besondere an der Touristenmetropole Dresden ist auch die gute Mischung aus Großstadt und einer ausgesprochen interessanten und zauberhaften Umgebung. Die Stadt liegt sehr günstig, hat zahlreiche Naherholungsgebiete und bis zu den Ausflugszielen, die teilweise auch weltweit bekannt sind, ist es nicht weit. Touristen, die ihr Quartier in Dresden haben, können problemlos von hier aus Tagestouren in die Sächsische Schweiz, zu bekannten Schlössern und Parks oder ins Erzgebirge unternehmen. Selbst ein Besuch der Böhmischen Schweiz in der Tschechischen Republik ist heute kein Problem mehr und auch an einem Tag zu bewerkstelligen. Anderseits ist es natürlich auch möglich, ein Quartier in der landschaftlich schönen Umgebung zu beziehen und dann tagsüber Dresden zu erkunden.

Dresden kann voller Stolz auf Touristen aus aller Welt verweisen. Die Zahl der Besucher, die anreisen, wächst von Jahr zu Jahr, und im Gegensatz zu einigen anderen Städten sind es hier vorrangig wirkliche Touristen und weniger Geschäftsleute.

Dresden, die Residenzstadt

Dresden war schon vor langer Zeit eine bedeutende Residenzstadt, in der mit dem Geschlecht der Wettiner bedeutende Persönlichkeiten herrschten. Immerhin kam mit August dem Starken sogar ein polnischer König aus dem Elbflorenz. Das ist umso bemerkenswerter, als Sachsen das bedeutendste protestantische Land war, während Polen erzkatholische Werte hochhielt. August hatte es mit List, Beziehungen und Intrigen verstanden, die polnische Krone zu bekommen. Das Pikante daran ist u.a., dass er sich nicht scheute für die Königskrone zum Katholizismus über zu treten So richtig viel hat es Sachsen nicht gebracht, doch der Prunk und der Glanz, der von Dresden ausging, war schon beeindruckend.

Schloss und Schlosskirche

Die politische Bedeutung Sachsens und dessen Residenzstadt Dresden war jedoch eher weniger maßgebend. Die falsche Einschätzung vieler Situationen und Ereignisse brachte Sachsen öfter auf die Seite der Verlierer, was auch oft zur Besetzung des Landes oder Landesteile durch fremde Mächte führte und Dresden ins zweite Glied rueckte. Die sächsische Metropole verstand es aber immer wieder, ihre Bedeutung zu festigen. Eine Zeitlang war Dresden sogar die viertgrößte Stadt Deutschlands.

Nach der Abdankung des deutschen Kaisers und dem Zusammenbruch des Kaiserreiches wurde die Stadt Regierungssitz des Freistaates Sachsen, der dann später in der DDR aufgelöst und in mehrere Bezirke aufgeteilt wurde; Auch hier war Dresden so etwas wie ein Regierungssitz, wenn auch ein kleiner und unbedeutender als Bezirkshauptstadt.

In den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erhielt Dresden dann im wiedervereinten Deutschland den Status der Hauptstadt des Freistaates Sachsen zurück. Seitdem hat die Stadt eine positive Entwicklung durchlaufen, sowohl wirtschaftlich als auch architektonisch.

Dresden, die Wirtschaftsmetropole

Dresden war schon immer eine Stadt, in der viel Geld ausgegeben wurde. Der Status als Residenzstadt färbte eben ab. Heute zählt die Landeshauptstadt zu den wirtschaftsstärksten der neuen Bundesländer und es haben sich Industrien angesiedelt, die hoch spezialisiert sind und ein großes Potential an Fachleuten brauchen. Das findet man in Dresden auch, denn rund 20 % der hier Beschäftigten hat einen Hochschulabschluss.

Viele Unternehmen haben erkannt, das in Dresden sehr gute Bedingungen für wichtige Schlüsselindustrien herrschen. Besonders die Mikroelektronik und Computertechnik, die Autoindustrie und Zukunftsindustrien, wie Betriebe der Raumfahrt, Biotechnologie und Pharmazie sind in der Stadt sesshaft geworden, zumal Dresden schon in der DDR ein Zentrum der Elektronik war und zahlreiche Fachleute vorhanden sind.

Karstadt Warenhaus in Dresden

Ein weithin beachtetes Objekt der Wirtschaft ist die Gläserne Manufaktur des Volkswagenkonzerns, der hier Luxusfahrzeuge produziert. Die gute geografische Lage in der Nähe der Grenzen zu Polen und der Republik Tschechien sowie die sehr gute Anbindung der Stadt per Schiene, Straße, Luft und Wasser bieten den entsprechenden wirtschaftlichen Vorhaben vorteilhafte Startbedingungen.

Auch der Einzelhandel ist in Dresden gut aufgestellt. Attraktive Einkaufszentren und viele anziehende Einzelhandelsgeschäfte in der Innenstadt lassen die Bilanz auch auf diesem Sektor positiv ausfallen, zumal Dresden den Fehler anderer Städte mit einem Überangebot auf der grünen Wiese weitgehend vermieden hat.

Zusammen mit dem boomenden Tourismus, der inzwischen zu einem sehr wichtigen wirtschaftlichen Faktor geworden ist, sieht sich die Landeshauptstadt Dresden auf einem guten Weg und kann relativ gelassen in die Zukunft blicken.

Unterwegs in Dresden

Dresden lässt sich auf vielerlei Weise erreichen, per Luft, Straße oder Schiene. In der heutigen Zeit spielen natürlich Flüge eine bedeutende Rolle. Der Flughafen in Dresden ist wahrlich keiner der größten in Deutschland, eigentlich ist er mit knapp 2 Millionen Passagieren pro Jahr sogar ziemlich klein. Trotzdem kann er punkten, denn die Verbindung in die Stadt ist sehr gut. Es sind nur etwa 9 km zu fahren, für eine Strecke vom Flughafen ins Stadtzentrum ist das sehr günstig. Dafür kann man auch die S-Bahn nutzen, die beide Endpunkte verbindet. Die meisten großen Flughäfen Deutschlands werden regelmäßig angeflogen und auch zu Auslandszielen wie Wien und Zürich bestehen Verbindungen.

Natürlich kann man auch mit der Bahn nach Dresden reisen, die Stadt hat zwei große Bahnhöfe. Der Hauptbahnhof, der während der großen Flut 2002 stark zerstört wurde, ist wieder aufgebaut und wurde völlig modernisiert. Er und auch der Bahnhof in Dresden-Neustadt liegen beide sehr zentral. Bis in die für Touristen so interessante Innenstadt sind es nur wenige Meter, die problemlos per Fuß zurückgelegt werden können.

Allerdings steht es um günstige Zugverbindungen nicht so gut. Eine direkte Verbindung mit dem ICE geht über Leipzig nach Frankfurt/Main und EC-Züge, die aus Wien und Prag kommen, halten auf ihrer Fahrt nach Berlin und Hamburg in Dresden. Ansonsten ist man darauf angewiesen umzusteigen oder eine langsame Regionalverbindung zu wählen. Wir finden, für eine Landeshauptstadt mit dieser enorm großen touristischen Bedeutung ist die Entscheidung der DB Dresden "aufs Abstellgleis zu stellen" kein Ruhmesblatt.

Schifffahrt in Dresden

Viel besser ist die Anbindung an die Autobahnen; Nachdem auch die Strecke nach Prag praktisch so gut wie fertiggestellt ist, kann man von Dresden aus die meisten deutschen Großstädte und auch internationale Ziele gut per Autobahn erreichen. Die Fahrt mit dem eigenen PKW zum Reiseziel Dresden ist unserer Meinung nach sinnvoll. Die Stadt hat ja neben den Sehenswürdigkeiten innerhalb Dresdens noch jede Menge lohnenswerter Ausflugsziele in der näheren Umgebung zu bieten, die mit dem Auto rasch und zeitlich flexibel angesteuert werden können.

Raddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt

Dresden hat auch Verkehrsprobleme, doch entgegen vieler anderer Touristenhochburgen wie z.B. London, Paris, Rom oder München ist immer ein Durchkommen, sofern man nicht gerade in der Rush Hour unterwegs ist, und auch Parkplätze sind eigentlich immer zu finden. Sicher, wir mussten oft auch etwas suchen, doch unser Auto haben wir jedes Mal zumindest in der Nähe der Innenstadt abgestellt. Allerdings gilt dieser Vorschlag nur, wenn man bereit ist auch einige Meter per Fuß zu gehen. Dresden wird auch eine Umweltzone haben, so dass ohne Plakette keine Einfahrt ins Zentrum möglich ist. Ansonsten lassen sich die Busse und Straßenbahnen des öffentlichen Nahverkehrs nutzen, der in einem guten Ruf steht.

Stadtrundfahrt mit Kutsche

Natürlich besteht auch in Dresden die Möglichkeit an einer Stadtrundfahrt teilzunehmen. Dabei konkurrieren zwei Unternehmen, die "Stadtrundfahrt Dresden" und die Busse der Städtischen Verkehrsbetriebe. Erstere erkennt man an den roten Doppelstockbussen, die der DVB sind weiß-gelb. Mit den roten Bussen kann man für einen Pauschalpreis einen Tag lang durch die Stadt fahren und an den 22 Haltestellen beliebig oft ein- und aussteigen. Für ein Aufgeld lässt sich die Tour um einen Tag verlängern. Beim Angebot der Städtischen Verkehrsbetriebe werden verschiedene Touren zu unterschiedlichen Themen geboten.

Eine interessante Alternative sind die Rundgänge zu Fuß durch die historische Altstadt, die von einigen Unternehmen durchgeführt werden oder auch eine Fahrt in der historischen Kutsche.

Was wäre Dresden, die Stadt an der Elbe, ohne Schifffahrt? Die Gesellschaft "Sächsische Dampfschifffahrt" hat zahlreiche Touren auf ihrer Raddampferflotte im Programm. Das reicht von kurzen Rundfahrten von etwa 1,5 bis 3 Stunden über Touren nach Königstein oder Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz bis zur großen Tour nach Decin in der Tschechischen Republik. Allerdings kann es passieren, dass die Touren wegen zu niedrigen Wasserstandes ausfallen müssen. Das ist zwar relativ selten, aber auch nicht ausgeschlossen.

Unterkunft und Shopping in Dresden

Dresden hat als Stadt in der Tourismus eine große Rolle spielt natürlich zahlreiche Hotelzimmer im Angebot. Da die Elbestadt schon in den Zeiten der DDR Devisenbringer durch Übernachtungen war, gab es schon eine entsprechende Grundlage an Bettenkapazität. Die wurde in den Jahren nach der Wende noch stetig gesteigert, so dass heute die meisten Nachfragen abgedeckt werden können. Allerdings handelt es sich größtenteils um Luxuskategorie im oberen Preisbereich. Die einfacheren Quartiere für wenig Geld sind noch etwas gering vertreten.

Dresden hat aber den Vorteil, dass in der Umgebung der Stadt zahlreiche Übernachtungskapazitäten vorhanden sind. Da auch die Verkehrsanbindung in die Stadt relativ gut ist, kann man problemlos auf ein Hotel, eine Ferienwohnung oder ein Privatzimmer in Dresdens Umland zurückgreifen. Diese Fragen stellen sich sowieso nur, wenn man seine Reise selbst organisiert. Bei einer gebuchten Städtetour erübrigt sich diese Suche.

Hotel Kempinski im Taschenbergpalais Ibis-Hotels in der Prager Straße

Die Hotels in Dresden sind eine Mischung aus geschichtsträchtigen Altbauten und Neubauten aus den letzten 50 Jahren. In der ersten Kategorie ist vor allem das Hotel Kempinski zu nennen. Das Luxushotel residiert im Taschenbergpalais, einem historischen Barockbau direkt neben dem Residenzschloss und in unmittelbarer Nähe des Zwingers.

Beispiele für Gebäude, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts errichtet wurden, sind die Plattenbauten in der Prager Straße. Schön sind sie nicht, die drei Häuserklötze, aber die sanierten und modernisierten Häuser, die jetzt als Ibis-Hotels dienen, bieten einen guten Standard-Service zu vernünftigen Preisen. Die Lage in der Nähe von Hauptbahnhof und Altstadt ist nicht schlecht, zumal die Hotels in der Fußgängerzone liegen und deshalb kaum mit Verkehrslärm zu rechnen ist. Sie sind aber trotzdem mit dem PKW zu erreichen.

Markthalle in Dresden-Neustadt Markthalle in Dresden-Neustadt

Dresden hat einen hervorragenden Ruf als ehemalige Residenz- und Kunststadt, in der es eine unglaubliche Fülle an architektonischen und anderen Kunstwerken gibt. Die Stadt war aber nie ein hervorragender Handelspunkt und auch heute ist sie kein Ort, der durch hervorstechende Einkaufsmöglichkeiten auffällt. Das muss sicher kein Nachteil sein, denn wer nach Dresden kommt, sucht andere Highlights.

Das heißt aber nicht, dass man hier nicht gut einkaufen kann. Dresden hat den Fehler vieler Städte weitgehend vermieden und darauf verzichtet, eine Vielzahl an überdimensionierten Einkaufszentren in die Stadt und auf die grüne Wiese zu stellen, wie es z.B. Leipzig getan hat. In der Innenstadt gibt es kleinere Center, Warenhäuser und eine Reihe Einzelhandelsgeschäfte. Wer z.B. etwas Besonderes an Textilien sucht, findet um die Frauenkirche einige Luxusboutiquen mit ausgefallenem Angebot. Interessant ist auch ein Bummel durch die Altmarktgalerie.

In Dresdens Neustadt laden die zentralen Fußgängerzonen zum Spazieren und Shoppen ein. Neben Boutiquen mit Textilien gibt es hier ein großes Angebot an Kunst und Kunsthandwerk. Eine besondere Spezialität ist die Neustädter Markthalle aus der Gründerzeit; Es ist eine typische Markthalle mit breitem Angebot an Lebensmitteln, Hauhaltswaren und auch Trödel.

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