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Boston Inhaltsverzeichnis | Allgemeine Informationen | Stadtteile | Historische Sehenswürdigkeiten | Hafen | Parks | Museen | Veranstaltungen | Shopping | Essen und Trinken | Ausgehen | Hotels | Umgebung | Weitere Infos

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Stadtteile von Boston

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Offiziell gibt es 21 Stadtteile in Boston. Es sind Allston/ Brighton, Back Bay, Bay Village, Beacon Hill, Charlestown, Chinatown/Leather District, Dorchester, Downtown/Financial District, East Boston, Fenway/Kenmore, Hyde Park, Jamaica Plain, Mattapan, Mission Hill, North End, Roslindale, Roxbury, South Boston, South End, West End und West Roxbury. Im Folgenden eine kurze Beschreibung der einzelnen Stadtteile.

Allston/Brighton

Dieser westliche Stadtteil wird hauptsächlich von Studenten bevölkert. Erst im Jahre 1874 wurde die Stadt Brighton an Boston angegliedert. Bekannt ist der Stadtteil auch als Automeile wegen seiner Autohäuser, die sich an der Commonwealth Avenue aneinanderreihen.

Back Bay

Hier findet man die heutige Elite Bostons. Die roten Backsteinhäuschen können einige Millionen Dollar kosten. Auch die Einkaufsparadise Newbury Street, Copley Square und das Prudential Center sind hier angesiedelt. Übrigens kommt der Name nicht von ungefähr. Zu Indianerzeiten wurde in der Bucht (Bay) fleißig gefischt; Während der Ebbe wurden Reusen gelegt und geleert und die Flut tat ihren Teil am Befüllen. Im Jahre 1857 begannen die Aufschüttungsarbeiten der Bucht, um Baufläche zu gewinnen.

Bay Village

Bay Village ist der kleinste Stadtteil mit nur ca. 2100 Einwohnern. Er liegt zwischen South End, Chinatown und Back Bay und besteht aus kleinen, gemütlich wirkenden Backstein Reihenhäusern. Die Straßen aus Kopfsteinpflaster sorgen für gemäßigten Verkehr und ruhiges Wohnen. Früher eher eine Mittelklassegegend, hat sich Bay Village mittlerweile zu einer Nobelwohngegend gemausert.

Beacon Hill

Herbstliche Stimmung im Beacon Hill

Es kann aber auch noch teurer werden, denn Beacon Hill mit seinen kleinen Gassen und Gaslampen, die nachts die Bürgersteige beleuchten, gehört zu den beliebtesten und teuersten Wohngegenden in Boston. Früher stand hier der Leuchtturm, daher auch der Name. Bekannt ist die Nachbarschaft aber auch wegen der Anti-Slaven Bewegung. Der Black Heritage Trail führt durch Beacon Hill und erzählt von dieser Zeit.

Charlestown

So sieht es typischerweise in Charlestown aus

Im Jahre 1874 wurde Charlestown an Boston angegliedert. Es liegt auf seiner eigenen Halbinsel nördlich von Boston und beheimatet den Yachthafen, sowie das Bunker Hill Monument. Besiedelt war Charlestown hauptsächlich mit irischen Einwanderern. Zwischen 1960 und 1990 lieferten sich hier die Irischen Banden untereinander und gegen die Somerville Winter Hill Bande heftige Kriege. Mittlerweile leben hier Mittelklasse und Arbeiterklasse im friedlichen Nebeneinander.

Chinatown/Leather District

In Gründungstagen siedelten englische Immigranten in diesem Stadtteil, der sich schon immer durch bezahlbare Wohnungen und Arbeitsmöglichkeiten auszeichnete. Über die Jahre wurden die Engländer von Iren, Juden, Italienern, Syrern und schließlich Chinesen abgelöst; Auch das Rotlichtviertel war hier lange ansässig.

Herzlich Willkommen in Chinatown

Persönlich kann ich Chinatown nicht viel abgewinnen. Ob es nun daran liegt, dass ich hier arbeite, oder an der permanenten Geruchsbelästigung durch lebendes Geflügel (das wird dienstags frisch geschlachtet), Abfall oder sonstige Undefinierbarkeiten, sei dahingestellt. Zu empfehlen sind eigentlich nur einige nette Restaurants, aber dazu mehr im Kapitel Essen und Trinken.

Dorchester

Dorchester wurde im Jahre 1870 an Boston angeschlossen und ist kulturell sehr gemischt. Allerdings gibt es ein "gutes" und ein "schlechtes" Dorchester. Hört man von Schießereien, ist meist Dorchester der Tatort (oder Roxbury). Allerdings ändert sich auch hier das Stadtbild und es gibt sehr schöne und ruhige Ecken im größten Stadtteil Bostons.

Die Einwohner sind meist Arbeiter aller möglichen Nationalitäten. Unter anderem irische, afrikanische und karibische Einwanderer. In den letzten Jahren hat Dorchester aber auch enormen Zulauf von jungen Berufstätigen, Schwulen und Künstlern erhalten, was den Stadtteil vibrieren lässt.

Downtown/Financial District

Ein Blick auf den Financial District vom Green Way

Wie in jeder anderen größeren amerikanischen Stadt ist dieser Stadtteil da, wo die Hochhäuser stehen. Besonderes gibt es hier eigentlich nicht zu sehen, aber im Sommer ist es dank der fehlenden Sonne zwischen den Häuserschluchten schön kühl und es gibt eine kleine Oase inmitten der Hektik. Der Post Office Square Park liegt zwischen Milk, Congress und Franklin Street und lädt mit seinen Bänken und dem Springbrunnen zum Durchatmen und Ausruhen ein.

East Boston

Der Stadtteil East Boston ist durch den Hafen vom Rest der Stadt abgeteilt und man muss einen der Tunnel benutzen, um mit dem Auto rueberzufahren. Von hier hat man einen tollen Blick auf die Skyline und besonders abends lohnt sich eine U-Bahnfahrt zur Maverick Station. Dann kann man am Wasser entlang spazieren und den Ausblick genießen. East Boston ist ein wahres Latino Kulturzentrum. Die Mehrheit der Einwohner kommt aus El Salvador, Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern.

Fenway/Kenmore

Auch hier wohnen überwiegend Studenten (zumindest im Osten) und es reihen sich die Bildungstempel quasi aneinander. Boston University, Harvard Medical School, Berklee College für Music, College für Kunst, Wentworth Technik Institut um mal ein paar zu nennen. Auch das berühmte Fenway Stadion ist hier zuhause. Hier spielen seit 1911 die Boston Red Socks Baseball. Ein viel größerer Skandal als gar kein Fan zu sein, ist allerdings, ein Yankees (New York) Fan zu sein. Da muss man schon mal mit einer Tracht Prügel oder zumindest mit sehr abfälligen Bemerkungen rechnen.

Hyde Park

Außer den tollen viktorianischen Villen gibt es nichts Besonderes in diesem südlichsten Stadtteil Bostons.

Jamaica Plain

Jamaica Plain ist ein historischer Stadtteil, der ebenfalls von frühen Siedlern gegründet und im Jahre 1874 von Boston eingemeindet wurde. Angefangen hat alles mit drei Familien, die ihre Farmen bestellt haben. Heute ist Jamaica Plains Stadtbild durch die typischen Neuengland Holz "triple decker" geprägt, die hauptsächlich von Familien mit Kindern bewohnt werden. Man merkt einen deutlich grünen Einschlag und erhöhte politische Aktivität unter den Einwohnern. Jamaica Plain hat reichlich Grünflächen sowie das Arnold Arboretum (siehe im Kapitel Parks) zu bieten.

Mattapan

Digitalkamerareinigung

Der Name kommt aus dem Indianischen und bedeutet "ein guter Platz zum Sitzen". Das haben sich auch die Banken gedacht, die um 1970 die Grundlage für die Immobilienkrise im Jahr 2009 legten (ok, ich übertreibe hier etwas); Ganz im Ernst wurden allerdings die einst jüdischen Hauseigentümer durch wohlüberlegte Gerüchteküchen über den Anstieg von Kriminalität und andere Panikmache zu überstürzten Hausverkaufen getrieben. Die Banken haben die Häuser dann billig gekauft und sie dann an Schwarze Immigranten (hauptsächlich aus der Karibik) zu hochgeschraubten Preisen wieder verkauft. Selbstgemachte Bankenkrise lässt da nun grüßen.

Mission Hill

Dominiert wird dieser Stadtteil durch über 21 Krankenhäuser, Forschungsinstitute und Bildungseinrichtungen. Die Longwood Medical Area nimmt den größten Teil der Gegend ein und ist der größte Arbeitgeber Bostons außerhalb der Innenstadt.

North End

Wenn das nicht genug Beweise dafür sind, dass man sich in Little Italy befindet

Hier regiert die Mafia. North End ist fast italienischer als Italien selber; Nicht nur, dass sich ein Italiener an den anderen reiht (was nicht heißen muss, dass man gutes italienisches Essen bekommt, der beste Italiener ist nämlich nicht im North End), sondern man kann auch noch Mafiosos sehen, wenn man Glück hat. Man muss nur wissen, wonach man suchen muss.

Das war aber nicht immer so. North End ist der älteste Stadtteil in Boston und anfangs haben hier die Reichen gewohnt. Später wurde es die erste Siedlung befreiter Sklaven. Iren und Juden wanderten Anfang des 19. Jahrhunderts zu und die Mafia kam erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Wie man an den Artikeln der anderen Stadtteile sieht, hat sich die Bevölkerung in Wellen an die Einwandersituation angepasst. Die Internationalität und der Einfluss verschiedener Kulturen machen die Stadt meiner Meinung nach auch heute noch sehr reizvoll und abwechslungsreich.

Roslindale

Der Name dieses südlichen Stadtteils hat eine ganz lustige Geschichte; Eigentlich hieß der Ort "South Street Crossing". Als man aber eine eigene Postamt-Zweigstelle haben wollte, hat die Regierung diesen Namen schlicht und einfach als nicht akzeptabel abgelehnt. John Pierce schlug dann den Namen Roslindale vor, weil ihn der Ort an Roslin in Schottland erinnerte und durch die Hügel rundherum war er wie ein Tal (dale) angelegt. Der so entstandene Name Roslindale wurde dann auch von der Post anerkannt.

Roxbury

Auch bekannt als "schwarzes Kulturzentrum Bostons". Wie der Spitzname nahelegt, sind die Einwohner meist Schwarze. In den 60ern und 70ern war der Stadtteil für seine hohe Kriminalität bekannt. Geschäfte wurden abgebrannt und Schießereien waren an der Tagesordnung. Mittlerweile ist es dank Nachbarschaftsinitiativen ein wenig ruhiger geworden in Roxbury, aber ist der Ruf erstmal ruiniert...

Ein wirkliches Erlebnis ist allerdings der jährliche Karibische Karneval mit bunten Kostümen, viel Musik und jeder Menge Spaß, wenn man die Hüften schwingen kann. Will man ethnisch kochen, hat man jede Menge Auswahl an Lebensmitteln im "Tropical Foods" Supermarkt am Dudley Square.

South Boston

"Southie" ist ein klassisches Arbeiterviertel. Die meisten Bewohner sind irischer Abstammung. Geographisch ist es eine Landenge zwischen Dorchester Height und Dorchester. Castle Island, ein wichtiger Stand- und Verteidigungsort während der Revolution, ist ein Teil von South Boston. Während der Ostteil einen sehr begehrenswerten Wohnsitz darstellt, findet man im Westteil den ältesten sozialen Wohnungsbau der USA (die um 1930 erbauten Häuser wurden allerdings mittlerweile durch neuere ersetzt und werden jetzt an Senioren vermietet).

Hat man Glück, stößt man ab und an mal auf abgesperrte Straßen und Film Crews. South Boston stand für viele Filme vor der Kamera. Good Will Hunting, Mystic River und The Departed sind nur ein paar davon.

South End

Die typischen bogenförmigen Fassaden im South End

South End liegt zwischen Back Bay und South Boston, also nicht wirklich südlich vom Stadtkern. Die meisten Häuser wurden Mitte des 19. Jahrhundert gebaut. Sie sind aus rotem Backstein mit bogenförmigen Fassaden.

Man findet sie in unterschiedlichen Stilrichtungen, wie z.B. Renaissance, zweites französisches Kaiserreich und Queen Anne, um ein paar zu nennen. In den 50er Jahren waren South End und auch Roxbury ein wahres Mekka für Jazz Fans aus aller Welt. In den 70ern ging diese Ära allerdings zu Ende. Schade, wie ich finde.

West End

West End ist der Standort vom Massachusetts General Hospital, eines der weltbesten Lehrkrankenhäuser. Einwohnermäßig breitete sich das North End wegen Überfüllung im 18. Jahrhundert nach Nordwesten aus. Seitdem hat es auch hier einen ständigen Immigrantenwechsel gegeben. Sonst gibt es hier eigentlich nicht viel Besonderes.

West Roxbury

Durch die meist mit Bäumen gesäumten Straßen und die in Boston eher seltenen Einfamilienhäuser hat man hier schon das Gefühl, in einem Vorort zu sein. Die bekannte Brook Farm wurde hier um 1840 als utopisches Kommunenexperiment gelebt. Die Idee von Gleichberechtigung für alle und friedliches Zusammenleben hat allerdings auch hier nicht geklappt. Da sehen die Kommunen der 70er doch wie eine öde Kopie aus...

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