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Essen und Trinken in Boston

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Ein gewoehnlicher Besuch als Tourist reicht wohl nicht aus, um einen tieferen Einblick in Bostons Restaurant-Szene zu bekommen. Selbst nach Jahren in Boston finde ich immer wieder neue Restaurants und Bars in jeder Preisklasse. Deswegen gestaltet es sich eher schwierig, eine Liste von Restaurants anzugeben. Durch die hohe Mischung der Kulturen kann man so ziemlich jede Geschmacksrichtung finden und jeden speziellen Heißhunger befriedigen. Ich werde mich also auf ein paar Tipps beschränken und eher allgemein beschreiben, wo man gut essen gehen kann.

Will man nur seinen Hunger stillen und sucht ein billiges aber gutes Essen, sollte man sich nach Chinatown oder zum angrenzenden Theater Distrikt aufmachen. In der mittleren Preisklasse gibt es reichlich Auswahl in jedem Stadtteil und die richtig teure Cuisine genießt man am besten während der Restaurantwoche. Zweimal im Jahr bieten die Topköche ihre Kunst in Form eines Dreigängemenüs zu einem Pauschalpreis an. Da lohnt es sich, mal von seiner üblichen Pizza- oder Hühnchen-süß-sauer-Gewohnheit abzuweichen, sich in Schale zu schmeißen und einen luxuriösen Abend zu genießen.

Essen in Chinatown und im Theater District

Es gibt einige preiswerte chinesische Restaurants, in denen man leckeres Essen bekommt. China Pearl in der Tyler Street ist eins davon. Die Spezialität des Hauses ist Dim Sum. Man setzt sich hin und ein Kellner fährt verschiedene Gerichte auf kleinen Tellern herum von denen man sich einfach bedient. Man kann zwischen verschiedenen Gemüsen, Shrimps, Klößen, gekochtem Schwein und vielem mehr wählen; Normalerweise bezahlt man pro Person ungefähr $10 um satt zu werden.

Taiwanische Spezialitäten kann man im Taiwan Cafe in der Oxford Street probieren. Vor allem Tofu wird in vielen verschiedenen Variationen angeboten. Eine andere Möglichkeit, ein schnelles Mittagessen zu genießen, ist der City Place Food Court in der Stuart Street. Man bekommt hier Fastfood an verschiedenen kleinen Essensständen und kann es sich in der allgemeinen Sitzecke gemütlich machen.

Aber in Chinatown und Umgebung gibt es auch etwas gehobenere Küche. Meine Lieblingsrestaurants sind Montien, ein Thairestaurant auf der Kneeland Street, Tantric auf der Stuart Street für indische Küche und Penang in der Washington Street für den Appetit auf malaysische Kost. Alle drei bieten exzellente Küche in der mittleren Preisklasse an. Ist man schon mal so dicht am Ozean, sollte man sich natürlich frischen Fisch und andere Leckereien aus dem Meer nicht entgehen lassen.

Fischrestaurants in Boston

Spezialitäten der Region sind Hummer, Fischsuppe und Austern aber man findet auch anderen frischen Fisch der Saison auf der Karte. Im Folgenden eine kleine Auswahl an Fischrestaurants im Zentrum von Boston.

Das Markenzeichen für Fischvielfalt

Das älteste Restaurant in Boston ist in der Nähe der Faneuill Hall. Das Union Oyster House ist seit 1826 in der Union Street ansässig und ist extrem gemütlich und original eingerichtet. Neben Austern stehen andere Leckereien wie Muscheln, Shrimps und Jakobsmuscheln und Schalentiere auf der Karte.

Das Legal Seefood ist für seine Fischsuppe bekannt. Mehrere Filialen sind in ganz Boston verteilt. Zwei davon sind gegenüber vom Aquarium und im Prudential Center. Die Speisekarte ist fast überwältigend und es ist schwer, sich für eins der leckeren Gerichte zu entscheiden. Auch für Kids gibt es eine große Auswahl an Gerichten, so dass man die Kleinen nicht immer mit Pommes und Pizza abfüttern muss.

Ein Geheimtipp ist das Daily Catch im North End in der Hanover Street; Es ist ein kleiner sizilianischer Familienbetrieb mit 6 Tischen. Meistens muss man ein bisschen auf einen freien Tisch warten und auch auf das Essen, da jedes Gericht frisch zubereitet wird. Die Spezialität des Hauses ist Calamaris. Hat man keine Lust anzustehen, kann man in einem der reichlichen anderen italienischen Restaurants entlang der Hanover Street essen gehen.

Italienische Küche

Dank der italienischen Einwanderer gibt es in Boston eine Flut an italienischen Restaurants. Die meisten befinden sich im North End aber auch in anderen Stadtteilen findet man italienische Gourmettempel. Erst mal zum North End. Die meisten Restaurants hier sind mehr oder weniger auf Tourismus ausgelegt, was im Allgemeinen an den höheren Preisen zu erkennen ist. Verlaesst man allerdings die Hanover Street, kann man in der Salem Street im La Famiglia Giorgio essen wie zuhause.

Für eine Steinofenpizza lässt man sich im Figs nieder. Mein Favorit für eine leckere Pizza ist Upper Crust.

Außergewöhnliche Kombinationen kann man im Mamma Maria am North Square bestellen. Man sollte etwas Platz für den Nachtisch lassen und einen Abstecher zu Mike's Pastry auf der Hanover Street machen. Die Pistazienmakronen sind ein Traum und mit nichts zu vergleichen. Mein persönlicher Lieblingsitaliener ist allerdings nicht im North End sondern in der Columbus Avenue am Park Square. Magianno's Little Italy ist zwar eine Restaurant-Kette, aber das Essen ist einfach köstlich. Auch hier fällt mir die Entscheidung jedes Mal schwer und alles, was ich bisher probiert habe, war einfach lecker.

Ein Tipp wäre noch das Figs in der Charles Street, das für seine Steinofenpizza bei den Bostonern bekannt ist. Ein anderer guter Pizzatipp ist Upper Crust ebenfalls auf der Charles Street ansässig. Mein persönlicher Favorit, wenn es um Pizza geht.

Typisch amerikanische Küche

Digitalkamerareinigung

Eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Amerikaner ist das Äquivalent zum Fußball gucken. Hierzu bieten hunderte Sportsbars innerhalb Bostons reichlich Gelegenheit und man kann auch gleichzeitig seine Dosis an Burger, Steak und andere typisch amerikanischer Kost befriedigen. Boston Beer Work hat zwei Filialen in Boston, eine Bar ist gegenüber vom Fenway Park und die andere ist an der North Station. Neben den zahlreichen überdimensionalen Bildschirmen, an denen man vor allem Baseball und Football verfolgen kann (oder die Fußballweltmeisterschaften), gibt es auch eine große Auswahl an teils selbstgebrauten Bieren und das typisch amerikanische Bar Essen. Von Salat, Burgern, Nachos, Pizza bis zu Chili und Fish&Chips ist alles dabei, um dem Hunger während des Spiels entgegen zu wirken.

Game On an der Lansdowne Street ist im ähnlichen Stil aufgezogen und auch gleich um die Ecke am Fenway Park. Die Spezialitäten hier sind Schwein mit Maisbrot und Rippchen. Einen Blick ins Stadion kann man von der Bleacher Bar ergattern. Die Auswahl an Essen und Getränken ist zwar nicht berauschend aber der Ausblick dafür umso mehr. Die Bar ist unter die Tribüne des Fenway Parks gebaut und ist zum Spielfeld geöffnet, so dass man echte Baseballluft schnuppern kann.

Nicht zu übersehen ist das Edelsteakhaus Smith & Wollensky.

Neben dem TD North Garden, dem zuhause der Celtics und Bruins (Basketball) an der Canal Street reiht sich ebenfalls eine Sportbar an die andere. Gratest Bar und Grand Canal sind die beiden größten. Daneben findet man aber auch ein paar gute Irish Pubs wie das Hurricane O'Reilly's und den MacGann's Irish Pub. Sowieso findet man an fast jeder Ecke in Boston einen Irish Pub und man kann fast nichts verkehrt machen, auf ein Guinness reinzuschauen. Ein weiterer Klassiker ist natürlich ein vernünftiges Steak, das es nur im einem der vielen Bostoner Steakhäuer gibt. Hier eine kleine Auswahl. Da wäre als erstes das Mooo in der Beacon Street; Wie alle Steakhäuser eher teuer, aber Topsteaks und anderes Fleisch (auch Wiener Schnitzel...)!

Ein weiteres gehobenes Esserlebnis kann man im Smith & Wollensky genießen. Es ist "im Castle" auf der Arlington Street und hat somit ein ganz besonderes Ambiente. Auf der Karte findet man Steak, Lamm, Fisch, Huhn und andere Leckereien. Ein anderes Spitzenrestaurant ist ebenfalls auf der Arlington Street ansässig. Das Davio's Northern Italian Steakhouse Restaurant bietet nicht nur hervorragende Fleischgerichte, sondern auch köstliche Nudelgerichte, Risotto, Fisch (wie den gegrillten Schwertfisch) und Gemüse. Auch die Weinliste ist lang, so dass man sein Essen in vollen Zügen genießen kann.

Erlebnisgastronomie in Boston

Wer nicht nur am Tisch sitzen und sein Essen vorgesetzt bekommen möchte, sollte die folgenden Möglichkeiten in Betracht ziehen: Am Park Plaza Hotel gibt es den Melting Pot, in dem man nicht nur zum Jahreswechsel einen Fonduerausch erleben kann. Und das Beste, die Wohnung riecht nicht tagelang nach Öl und Käse. Verschiedene Käse- und Schokoladenfondues werden angeboten. Dazu gibt es Salat, Brot und Wein.

Lust auf Eintunken? Der Melting Pot hat dafür alles zu bieten.

Gleich daneben ist Fire and Ice. Man füllt seine Schale mit Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Nudeln, Reis und Soße vom Buffet und bringt sie an einen Grill, auf dem alles gemischt und gegart wird. Die Auswahl ist groß, so dass man experimentieren kann. Süß mit sauer oder bitter mit süß? Fisch und Fleisch gemischt? Oder Obst auf Fleisch? Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Die "Ice" Karte besteht aus Cocktails auf Eis oder tiefgekühlten Säften oder Limonaden.

Fire und Ice für das individuelle Mittagessen

Ein anderer Tipp wäre noch die Green Dragon Tavern in der Marshall Street. Sie ist deswegen ein ganz besonderes Erlebnis, weil sie die älteste Bar in Boston ist. Seit dem Jahr 1654 wird sich hier getroffen und Bier getrunken. Paul Revere, Samuel Adams, John Adams, Dr. Joseph Warren und andere gehörten zu den Stammgästen und brachten der Bar den Spitznamen "Stammsitz der Amerikanischen Revolution" ein. Heutzutage werden hauptsächlich Bier und bierbegleitende Speisen angeboten, und an vielen Abenden gibt es Live Musik.

Auch die französische Küche darf natürlich nicht zu kurz kommen. OK, es ist teuer, aber man bekommt hervorragendes Essen. Ich selber spreche ja kein Französisch und will mir auch nicht die Mühe machen, die Karte zu lesen (obwohl auch eine englische Übersetzung dabei ist, wenn man Glück hat), so dass mein Erlebnis darin besteht, einfach die Empfehlung des Hauses zu bestellen. Bisher bin ich noch nicht enttäuscht worden. Meine persönliche Empfehlung ist das Restaurant Pierrot Bistrot in der Cambridge Street aber ich habe auch Gutes über das Pigalle in der Charles Street und das Aquitaine in der Tremont Street gehört.

Als Letztes möchte ich noch das äthiopische Restaurant Addis Red See in der Tremont Street empfehlen. Die Lage im Keller macht es urgemütlich und die Tatsache, dass man sein Essen fast auf dem Boden serviert bekommt macht es zum echten Esserlebnis. Man sollte eine Mischung aus Vorspeisen und Hauptspeisen bestellen. Diese werden auf einem Riesenteller angeordnet mit weichem Fladenbrot serviert. Das Brot benutzt man als Besteck und isst quasi mit den Fingern; Aber Vorsicht, nicht zu viel Brot essen, denn es stopft ziemlich und man hat dann keinen Platz mehr für die eigentlichen Leckereien.

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